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Donnerstag,
der 25. August 2016






+++ HL-live.de - Archiv +++

17.03.2016 14.50


Kleine Polizeistationen bleiben nachts zu

In Lübeck gibt es nur noch vier Polizeireviere, die rund um die Uhr besetzt sind. In den Stadtteilen ist die Polizei mit Stationen präsent, die aber nur tagsüber geöffnet haben. Das stößt häufig auf Kritik. Die Polizei lehnt aber eine verlängerte Öffnungszeit ab.

Seit der Schließung von drei Revieren, zum Beispiel in Travemünde, gibt es immer wieder Kritik an den spärlich besetzten Stationen. Die Einwohner haben das Gefühl, dass die Polizei nicht mehr ausreichend präsent sei. Die Bedenken hat Lübecks neuer Polizeichef Norbert Trabs aber nicht. Er verweist auf die gesunkene Kriminalität in Lübeck. So sei in Travemünde der tiefste Stand an Kriminalität seit 20 Jahren zu verzeichnen. Die Zahl der Fälle sei von 2014 auf 2015 um 9,5 Prozent gesunken. In Kücknitz liege dieser Wert bei 6,8 Prozent und in Moisling sogar bei minus 20 Prozent.

Die Besetzung der Stationen mit Beamten in den Nachtstunden sei nicht sinnvoll. Die würden dort auf Kundschaft warten. Trabs sei es lieber, wenn die Beamten mit einem Streifenwagen auf der Straße Präsenz zeigen. Bei einer Besetzung von Stationen mit zwei Beamten könne auch kein Einsatz gefahren werden, da er auf Grund der immer noch häufigen Übergriffe auf die Beamten Streifenwagen grundsätzlich nur mit zwei Mann besetze.

Die Polizei setzt auf eine andere Strategie. An den Wachen würde sich ein Klingelknopf befinden. Wer die Station aufsucht, wird per Sprechanlage mit einem Beamten im nächsten Polizeirevier verbunden. Von dort wird dann der nächste Streifenwagen alarmiert. Die Eintreffzeit beim großen dritten Polizeirevier, das von Eichholz bis Travemünde reicht, liege bei maximal elf bis 13 Minuten, berichtet Revierleiter Matthias Rösing. Bei nicht dringenden Fällen, wie zum Beispiel einem bereits beendeten Einbruch, könne es allerdings länger dauern.

Autor: VG

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