Sonnabend, der 31. Juli 2010

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05.09.2005 21.29


Podiumsdiskussion der Lübecker Bundestagskandidaten

Auf Einladung des DGB Lübeck fand am Abend im Mövenpickhotel eine Podiumsdiskussion mit Lübecker Bundestagskandidaten statt. Unter dem Motto „Deutschland sozial gestalten“ standen ab 19.30 Uhr vor allem Fragen der zukünftigen Arbeitsmarkt- und Steuerpolitik im Mittelpunkt der Veranstaltung.



Auf dem Podium waren die SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm, Ragnar Lüttke von der Linkspartei, Angelika Birk von den Grünen, die Fraktionsvorsitzende der FDP in der Lübecker Bürgerschaft, Dr. Michaela Blunk, und der Landesvorsitzende der Jungen Union Schleswig-Holstein Rasmus Vöge, der die wegen einer Fraktionssitzung in Berlin verhinderte CDU-Bundestagsabgeordnete Anke Eymer vertrat. Die Moderation des Abends hatte der Vorsitzende des DGB Lübeck, Uwe Polkaehn.

Die vom DGB als Wahlkreiskonferenz deklarierte Veranstaltung konzentrierte sich auf Arbeitnehmerfragen. Kontrovers diskutiert wurden Themen wie Pendlerpauschale, Zuschläge für Schicht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit, Subventionsabbau und die Gestaltung eines gerechten Steuersystems. Frau Hiller-Ohm lehnte das diskutierte Modell einer Besteuerung von 25 Prozent auf alle Einkommen als ungerecht ab. Rasmus Vöge und Michaela Blunk, die erwartungsgemäß beim DGB kein Heimspiel hatten, kritisierten, dass man die einzelnen diskutierten Reformvorschläge nicht aus dem Zusammenhang reißen dürfe. Für den Satz „Wenn die Pendlerpauschale wegfällt, ist eine Steuererleichterung wahrscheinlicher" erntete die FDP-Politikerin Gelächter der rund 70 Zuhörer des Abends.

Das rote Sofa ist nicht geklaut

Besonders lebhaft wurde jedoch gleich zu Beginn des Abends ein anderes Thema diskutiert: Behauptet wurde, Michaela Blunk habe behauptet, das rote Wahlkampfsofa von Gabriele Hiller-Ohm sei geklaut. „Das ist mein rotes Sofa, ich habe es selbst bezogen", sagte die SPD-Politikerin. Frau Blunk stellte klar, dass sie meine, die Idee des roten Sofas sei geklaut. Frau Hiller-Ohm entgegnete, dass man gute Ideen ruhig übernehmen könne. Das rote Sofa sei eine gute bürgernahe Strategie.

Während der Diskussion zog eine Gruppe junger Aktivisten wortlos mit weißen Masken und einem großen Transparent mit der Aufschrift „Kapitalismus ist überflüssig" in den Diskussionssaal Wuppertal 2-5 des Hotels. Die Gruppe nennt sich „Die Überflüssigen". Angelika Birk solidarisierte sich vom Podium aus mit den stillen Demonstranten und lud sie zur Teilnahme an der Diskussion ein, sie seien nicht überflüssig. Die Gruppe blieb im hinteren Bereich des Saals teilweise mit dem Rücken zum Podium und den Stuhlreihen stehen.

Autor: tp

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