Auch nach dem Kompromiss zum Zusammenschluss der Schleswig-Holsteinischen Universitäten fordert Peter Reinhardt, SPD-Fraktionschef in Lübeck, weiter für die Uni zu kämpfen.
Der Vorsitzende der SPD-Bürgerschaftsfraktion Peter Reinhardt erklärt: "Die SPD – Bürgerschaftsfraktion begrüßt, dass die von CDU - Wirtschaftsminister Dietrich Austermann betriebene Fusion der schleswig-holsteinischen Universitäten vom Tisch ist."
Die öffentliche Diskussion leide darunter, dass die vorgestellten Pläne zur Neuordnung der Hochschullandschaft nur in Umrissen auf den Tisch liegen und in den kommenden Wochen mit Leben gefüllt werden müssen. Der Teufel stecke wie immer im Detail. Die Bedenken der Lübecker Wirtschaft würden schwer wiegen.
"Wir sehen den Vorschlag von Minister Dietrich Austermann, die parlamentarische Kontrolle über die Verteilung der Finanzmittel der schleswig-holsteinischen Hochschulen auszuhebeln sehr skeptisch", so Reinhardt. "Das Ministerium Austermann schweigt sich bezeichnender Weise immer noch darüber aus, wie der Universitätsrat der geplante Ausschuss für Forschung und Lehre in der Medizin mit Inhalten gefüllt werden sollen."
Die Aktionen zum Erhalt des Wissenschaftsstandortes dürfen nach dem vermeintlichen Erfolg und dem öffentlich verkündeten Aus für die Zerschlagungspläne nicht einschlafen, fordert der Sozialdemokrat. "Entscheidend wird sein, ein breites Bündnis für den Wissenschaftsstandort Lübeck zu sensibilisieren. Sowohl die Abgeordneten des Landtages aller Fraktionen aus der Hansestadt und den Umlandkreisen und -gemeinden und die Mitglieder der Gemeindevertretung in den umliegenden Gemeinden und den umliegenden Kreistagen die begonnene Diskussion die Öffentlichkeit und die Landespolitik müssen bis zur endgültigen Entscheidung für die berechtigten Belange der Medizinischen Universität Lübeck aktiv bleiben."
Autor: SPD/red.
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