Freitag, der 3. September 2010
Weiterbildung in Lübeck

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20.04.2007 11.24


MediaDocks: Lebewesen aus Computerschrott

Seit Donnerstag ist eine Ausstellung interaktiver Installationen aus dem Kunstunterricht des Lübecker Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasiums unter dem Titel "EEvon" (Electronic Evolution) in den Media Docks Lübeck, Willy-Brandt-Allee, Treppenhaus 1, zu sehen.

Das Unterrichtsprojekt und die ausgestellten Installationen wurden im Zusammenhang einer Studienarbeit von Christian Tille realisiert. Christian Tille studiert Informatik mit Spezialisierung in der Medieninformatik an der Universität Lübeck. Im Rahmen der Arbeit entstand auch eine Lern-DVD für Pädagogen, die auf der Vernissage am Donnerstag erstmals präsentiert wird. Die DVD stellt drei mögliche Formen der Programmierung von drei unterschiedlichen Mikrocontrollern vor, wie sie für medienkünstlerische Unterrichtsprojekte genutzt werden können.

Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs am Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium setzten sich in dem fächerverbindenden Unterrichtsprojekt (Kunst und Informatik) künstlerisch mit möglichen Formen "künstlichen" digitalen Lebens in seinem jeweiligen Lebensraum (Habitat) auseinander. Dabei entstanden aus Computerschrott und funktionstüchtigen elektronischen Bauteilen insekten- und pflanzenähnliche Lebensformen in drei unterschiedlichen Lebensräumen aus künstlichen und natürlichen Materialien. Über Sensoren reagieren die digitalen "Lebewesen" auf Menschen. Durch Programmierung wurden ihnen sowohl primitive als auch komplexere Verhaltensweisen zugewiesen.

Das Projekt EEvon, das zum fünfjährigen Bestehen der Media Docks präsentiert wird, ist Teil der Initiative "Kids in Media and Motion" (KiMM) am Institut für Multimediale und Interaktive Systeme der Universität zu Lübeck. KiMM fördert in Verbindung von Schule und Universität ein ganzheitliches, projektorientiertes und transdisziplinäres Lernen und einen gestalterischen Umgang mit den neuen elektronischen Medien. Das von der Possehl-Stiftung Lübeck, dem Land Schleswig-Holstein und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt KiMM ist in dieser Form weltweit einzigartig und wird international wissenschaftlich als äußerst relevant bewertet.

Autor: Uni/red.

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