Am vergangenen Wochenende erhob Willi Meier, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Holstentor Nord, schwere Vorwürfe gegen Senatorin Annette Borns. Sie vernachlässige die Jugendarbeit in St. Lorenz Nord. Jetzt legt Willi Meier nach.
Der Sprecher des Arbeitskreises Kinder, Jugend und Familie der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Jan Lindenau konterte: "Die von Herrn Meier beklagte 'schockierende Bankrotterklärung des Jugendamtes' ist die logische Konsequenz der seit Jahren von der CDU-Mehrheitsfraktion betriebenen Zerschlagungspolitik in der Jugendarbeit."
"Die peinliche Reaktion der SPD auf die berechtigte Kritik am unsozialen Verhalten der Senatorin ist entlarvend", so Willi Meier. "Wurde ihr doch die Maske der sozialen Verantwortung entrissen. Geblieben ist ein unverantwortliches, gleichgültiges Verhalten gegenüber den Kindern und Jugendlichen in St. Lorenz Nord."
Anstatt die anvertrauten Steuergelder auf alle Stadtteile gleichermaßen und gerecht zu verteilen, werde mal wieder nur polemisch mit dem Haushalt argumentiert. "Dabei war es die Senatorin selbst, die diese Sparvorschläge unterbreitet hat. Dass sich die hochbezahlte SPD-Managerin jetzt wieder hinter den Ehrenamtlern in der Bürgerschaft versteckt, ist typisch für die SPD-geführte Verwaltung. Es ist Aufgabe der Senatorin, auch in St. Lorenz Nord für eine altersgerechte Jugendbetreuung zu sorgen, dafür wird sie jeden Monat gut bezahlt. Dies versagt die Senatorin aber den Kindern im Stadtteil St. Lorenz Nord und fördert dafür überdurchschnittlich die Kinder in anderen Stadtteilen", so Meier.
Im Übrigen handele es sich bei der von Borns (SPD) eingesparten Maßnahme "Leihcycle" um ein Angebot, dass an Jugendlichen in allen Stadtteilen gerichtet wurde. Ähnlich verhalte es sich mit dem Angebot "Mixed Pickles", das stadtteilübergreifend agiert. Auch diese Maßnahme dürfe nicht St. Lorenz Nord zugerechnet werden.
"Beide Maßnahmen sind auf Teilbereiche der Jugendarbeit ausgerichtet, die den Jugendlichen in St.Lorenz Nord nur bedingt helfen. Bereinigt um diese beiden Maßnahmen sinkt der Versorgungsgrad in St. Lorenz Nord auf ca 0,3 bis 0,5 gegenüber 2,5 bis 2,8 in anderen Stadtteilen."
Nach wie vor bleibe die Jugend im Alter von 12 bis 17 Jahren der Straße überlassen. "Da kann die SPD noch so viel mit Kürzungen argumentieren, es bleibt bei einer ungerechten Verteilung der Haushaltsmittel und bei einer unfairen sowie unsozialen Behandlung der Jugendlichen in St. Lorenz Nord durch Senatorin Borns!"
Es nütze den Jugendlichen auch nichts, "wenn die Nachwuchsorganisation der SPD vor den Folgen der Globalisierung in der Welt warnt und mehr "Sozialstaat" mit Mindestlöhnen fordert. Was die Jugend braucht, ist eine Mindestförderung der Jugendlichen im Stadtteil St. Lorenz. Hier sind die Probleme, die es zu lösen gilt. Dazu ist soziale Gerechtigkeit von der SPD Senatorin Borns gefordert. Alles andere ist Heuchelei", so der CDU-Ortsverbandsvorsitzende.
Autor: CDU/red.
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