Sonnabend, der 31. Juli 2010
Stadtwerke Lübeck

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26.11.2007 16.27


Eine neue Kita für Moisling

In Lübeck-Moisling hat die Gemeindediakonie nach der "Familienkiste" jetzt ein weiteres Projekt in Angriff genommen, um besonders förderbedürftige Kinder und deren Eltern zu unterstützen. Die Kinderspielstube Wichern am Andersenring soll als Ganztages-Kita mit Krippe viel Platz in neuen Räumen erhalten. "Bildung und Chancengleichheit muss für alle Kinder gelten, auch in Stadtteilen mit mehr sozial schwachen Familien", fordert Diakoniepastor Kai Gusek.

Die frühere Einrichtung der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Johann-Hinrich-Wichern, die als Spielstube über 30 Jahre lang in dem mittlerweile maroden Übergangshaus am Andersenring 51 – 53 untergebracht war, kann voraussichtlich im kommenden Frühjahr in frisch sanierte Räume mit 220 Quadratmetern Fläche im Andersenring 34 umziehen. Möglich machen dies die Possehl-Stiftung, die den Umbau und die Sanierung mit 100.000 Euro fördert, und die Wohnungsbaugesellschaft "Trave", die als Vermieter 30.000 Euro Sanierungskosten übernimmt. Die Gesamtkosten inklusive Inneneinrichtung und Gestaltung des Außengeländes betragen etwa 250.000 Euro. Der Baubeginn ist für Anfang Dezember geplant.

Damit werden die äußeren Rahmenbedingungen dafür geschaffen, dass ein neues pädagogisches Konzept für die Kita Realität werden kann. Bisher besuchen zwölf Kinder im Altern von anderthalb bis fünf Jahren die Einrichtung unter Leitung einer Sozialpädagogin und Mitarbeit einer Erzieherin sowie einer Praktikantin. Die Öffnungszeiten der Spielstube, früher 9 bis 12 Uhr, sind bereits erweitert worden - künftig sollen bis zu 30 Kinder in zwei Gruppen von 7.30 Uhr bis 16 Uhr betreut werden. Zu den erweiterten pädagogischen Angeboten gehören gemeinsames Kochen und Sprachförderung, auch spezielle Elternangebote soll es geben.

"Unsere Kinder wachsen in schwierigen familiären Verhältnissen auf", weiß die Sozialpädagogin und Kita-Leiterin Kathrin Gerstenberg. "Wir versuchen, den Kindern täglich neue Impulse für ihre Weiterentwicklung zu geben." Das Engagement der Pädagoginnen geht jedoch über die tägliche Arbeit hinaus. Eine gute Vernetzung innerhalb des Stadtteils, zum Beispiel mit den Schulen, ist ihnen wichtig. Auch mit der "Familienkiste", dem "Frühe-Hilfe"-Projekt der Gemeindediakonie und des Verbundes sozialtherapeutischer Einrichtungen, soll eine enge Zusammenarbeit stattfinden.

Autor: Oda Rose-Oertel

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