Freitag, der 3. September 2010

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15.12.2007 21.59


Lübecker THW sorgt für trockene Füße im Vogelhaus

Auch wenn sie es sich nicht anmerken ließen, ganz geheuer war den Marmorreihern, Löfflern, Abdimstörchen und anderen gefiederten Bewohnern angesichts des Wassers in ihrem Haus im Vogelpark Niendorf vermutlich nicht.



In einem der großen Gehege steht als Rückzugsraum und Übernachtungsplatz ein rund acht mal vier Meter großes Reetdachhaus. Aufgrund der starken Regenfälle der vergangenen Wochen war eines der Gehege für die rund 3.000 Vögel im Vogelpark leider auch im Gebäudebereich überschwemmt worden. Zwar sind alle im Park beheimateten Vogelarten Wasser gewohnt und der Park auch weiterhin für die Besucher geöffnet, im Bereich einzelner "Vogelhäuser" gab es trotzdem Handlungsbedarf.

Damit es nicht zu dauerhaften Schäden durch die bevorstehende Frostperiode kommt war technische Hilfe gefragt. Denn schließlich sollen es auch die rund 300 verschiedenen Vogelarten aus aller Welt in dem Vogelpark nahe der Ostsee heimelig und trocken haben zum bevorstehenden Weihnachtsfest.

Für die ausschließlich ehrenamtlichen Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerkes (THW) in Lübeck eine Herausforderung, die sie nicht zuletzt zu Fortbildungszwecken gerne annahmen. Mit elf Helfern und schwerem Hebegerät rückte das THW am Sonnabend an, um das mehrere Tonnen schwere Gebäude anzuheben, damit das Holzgebäude mit Steinen unterfüttert werden konnte. Nach genauer Begutachtung wurden die alten Bodenverankerungen gelöst und mit Gewindestangen und Holzversteifungen Hebepunkte angesetzt.

Auf Kommando von THW-Zugführer Axel Böttcher konnte dann an zehn Punkten mit hydraulischen Hebestempeln das Gebäude Zentimeter um Zentimeter angehoben und mit kräftigen Holzbohlen gegen ein Absacken gesichert werden. Immer wieder musste geprüft werden, ob sich das Gebäude auch gleichmäßig anhebt. Keine leichte Aufgabe in dem nur wenige Grad kalten Wasser. Trotzdem konnte das Reetdachhäuschen mit vereinten Kräften schon nach wenigen Stunden auf ein solides Steinfundament gesetzt werden.

Das THW verfügt über umfangreiches technisches Equipment, um auch schwere Lasten anzuheben. Mit Hydraulikhebern und Hebekissen kann so auch in schwierigen Einsatzlagen schnelle Hilfe geboten werden. Damit die THW-Einsatzkräfte im Umgang mit der Technik auch auf dem neuesten Stand sind, sind Übungs- und Ausbildungsmöglichkeiten wie diese eine willkommene Trainingsgelegenheit.

Das THW ist die Zivil- und Katastrophenschutzorganisation der Bundesrepublik Deutschland und ist mit Ihren rund 80.000 Einsatzkräften ein verlässlicher Partner für Feuerwehren und Hilfsorganisationen. Die ehrenamtlichen Spezialisten des THW kommen immer dann zum Einsatz, wenn spezielle Rettungstechnik und Know-how gefragt sind. Weitere Informationen zur Arbeit des THW in Lübeck: www.ov-luebeck.thw.de

Autor: Thorben Schultz/THW

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