Freitag, der 3. September 2010

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07.07.2008 19.35


SPD Lübeck will Fehmarnbeltquerung stoppen

Der Lübecker SPD-Ortsverein Burgtor hat auf einer Mitgliederversammlung deutliche Kritik an der Fehmarnbelt-Querung formuliert. Dazu wurde eine Resolution verfasst, die am vergangenen Wochenende vom Lübecker SPD-Kreisparteitag einstimmig angenommen wurde.

Darin werden die und Sozialdemokraten in Land, Bund und Europa aufgefordert, sich gegen die Querung zu stellen, und somit die anstehende Unterzeichnung des Staatsvertrags zu verhindern. Enrico Kreft, Vorsitzender des SPD Ortsverein Burgtor, erklärt die Motivation der Resolution: "Bei so einem gigantischen Auftragsvolumen von knapp sechs Milliarden Euro ist nachvollziehbar, dass viele Politiker von einem wirtschaftlichen Erfolg dieses Projektes in unserem Land überzeugt sind. Sobald die Brücke fertiggestellt sein wird, werden der regionale Tourismus und die Hafenwirtschaft unserer Auffassung nach unter dieser Brücke zu Grunde gehen. Zig tausende Zugvögel und bedrohte Arten wie Schweinswale und Seehunde werden gefährdet werden. Wir fordern deshalb eindringlich dazu auf, dieses Riesenvorhaben nicht umzusetzen! Wir appellieren an die Verantwortlichen in Land, Bund und EU die Umweltschutzbedenken im Sinne der Nachhaltigkeit höher zu bewerten als die kurzen wirtschaftlichen Erfolge, die nach dem Ende des Baus nachlassen werden. Nur auf die wirtschaftlichen Aspekte zu verweisen wie es z.B. die Minister Döring oder Austermann getan haben, ist uns klar zu eindimensional und vor allem zu kurzfristig gedacht."

Die Kritik an dem Projekt im Eizelnem: Durch dieses Bauvorhaben würden nach Schätzungen des Nabu etwa jährlich 100.000 Vögel sich zu Tode fliegen, da sich die Brücke genau in der Flughöhe der Zugvögel befinden würde. Auch die Zunahme des Schiffsverkehrs in dieser Region und die Verengung der Fahrrinne von 8000 m auf zweimal 750 m erhöhen die Kollisionsgefahr für die Schiffe, die sehr häufig mit Öl beladen sind. Die möglichen Umweltschäden würden wir teuer bezahlen müssen. Um die Brücke zu bauen, werden Pfeiler in die Ostsee gerammt werden und dadurch Sedimente aufgewirbelt. Dies würde das Binnenmeer auf Jahre braun färben und den Lebensraum bedrohter Arten wie Schweinswale und Seehunde gefährden.

Autor: SPD/red.

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