Mit 125:110 Stimmen nominierte die CDU am Samstag Anke Eymer als Kandidatin für den Wahlkreis 11. Anke Eymer gehört seit 1990 dem Bundestag an. In den vergangenen Wochen war viel über einen Generationswechsel diskutiert worden. Als Gegenkandidat trat der 39-jährige Henning Stabe an.
243 CDU-Mitglieder kamen im Radisson Hotel zusammen. Sie erlebten eine ausgesprochen kämpferische Anke Eymer. Sie versuchte vor allem durch ihre Erfahrung zu überzeugen. "Ich kenne Angela Merkel nicht nur aus dem Fernsehen, sondern habe auch persönlichen Zugang zu ihr!" Sie sei auf Augenhöhe mit einflussreichen Kollegen. Dem Vorwurf, sie sei untätig, setzte sie eine lange Liste von Ehrenämtern und Vereinsmitgliedschaften entgegen.
Ein Ausschnitt aus ihrer Rede:
Der Kreisvorsitzende Frank Sauter (rechts) dankte Henning Stabe für die Kandidatur.
Herausforderer Henning Stabe setzte dagegen auf die von Mitgliedern bemängelte Präsenz der Abgeordneten im Wahlkreis. Er versprach Bürgersprechstunden und vor allem einen Einsatz für den Wahlkreis. Es könne nicht sein, dass in Lübeck fast alle Bundesbehörden geschlossen worden sein. Dem gegenüber sei eine neue Bundesbehörde im ländlichen Aurich eröffnet worden. Hier sei mehr Einsatz für Lübeck erforderlich.
Ein Ausschnitt aus seiner Rede:
Hier hören Sie ein Interview mit Henning Stabe:
Henning Stabe bekam deutlich mehr Applaus. In der geheimen Abstimmung siegte aber Anke Eymer. Sie forderte Geschlossenheim und Gemeinsamkeit im Wahlkampf, den sie persönlich auch wieder ohne Gelder des Kreisverbandes finanzieren werde. Jetzt sei das Ziel, eine Mehrheit für CDU und FDP auf Bundesebene zu bekommen und hessische Zustände zu verhindern.
Autor: VG
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