Freitag, der 3. September 2010

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02.12.2008 14.19


Neuer Angriff auf Busfahrer: Jetzt kommt die Video-Überwachung

Am Montagnachmittag gegen 16.45 Uhr wurde ein Busfahrer an der Bushaltestelle "Meierstraße" an der Hansestraße angegriffen und krankenhausreif geschlagen. Der Stadtverkehr nimmt den erneuten Angriff zum Anlass jetzt zügig die Video-Überwachung in den Bussen auszubauen.

Kurz vor der Tat befand sich der Fahrer der Linie 16 noch am ZOB. Eine fünfköpfige Gruppe, südländisch aussehender Jugendlicher, konnte sich hier offenbar nicht eindeutig für eine Busfahrt entscheiden und blockierte den Ein- und Ausstieg. Als der Busfahrer die Jugendlichen bat, sich zu entscheiden, wurde er aus der Gruppe angepöbelt und zum Warten aufgefordert. Der Busfahrer schloss die Tür und fuhr in Richtung Bushaltestelle "Meierstraße".

Die drei "ausgeschlossenen" Jugendlichen rannten dem Bus bis zu dieser Haltestelle hinterher. Hier stürmte das Trio sofort zum Fahrer und beschimpfte ihn weiterhin. Als die Jugendlichen nach Aufforderung des Busfahrers keine Fahrtausweise vorweisen konnten, bat er die Jugendgruppe, den Bus zu verlassen, um die Fahrt fortsetzen zu können. Unvermittelt bekam der Lübecker von einem zirka 15-jährigen Jungen einen Faustschlag direkt ins Gesicht. Der Brillenträger erlitt eine blutende Nasenverletzung und wurde zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Lübecker Krankenhaus gebracht. Die Jugendgruppe flüchtete in die Meierstraße. Die anschließende Fahndung im Nahbereich blieb erfolglos.

Der Stadtverkehr hat für Hinweis, die zur Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt. "Wir verurteilen aufs Schärfste diesen erneuten Gewaltausbruch gegen einen unserer Busfahrer und werden die Fahndung nach den Gewalttätern im Rahmen unserer Möglichkeiten mit Nachdruck unterstützen", sagte Lars Hertrampf, Pressesprecher des Stadtverkehrs Lübeck, zur Aussetzung der Belohnung. In den kommenden Monaten werden rund 20 weitere Busse mit einem Video-Überwachungssystem ausgestattet, um so die Sicherheit für Fahrgäste und Busfahrer weiter zu erhöhen. Hertrampf betonte, dass derartige Überfälle auf Busfahrer weiterhin die Ausnahme in Lübeck sind. "Wir haben in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt ein bis zwei schwerere Vorfälle pro Jahr. Eine Zunahme können wir nicht feststellen, allerdings nimmt die Gewaltbereitschaft bei Übergriffen zu", so Hertrampf.

Die Beschreibung des Tatverdächtigen: Männlich, 15 Jahre, auffallend klein und schmächtig, kurze schwarze Haare, südländisches Aussehen, trug ein dunkles Basecap, eine braune Lederjacke, dunkle Jogginghose und Turnschuhe. Sachdienliche Hinweise bitte an die Ermittler des 2. Polizeireviers Lübeck unter 0451/131-0

Autor: red.

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