Jetzt gibt es auch in der Hansestadt einen Kreisverband der Partei "Freie Wähler Schleswig-Holstein". Die Gründungsveranstaltung fand im Restaurant La Galoppa in Groß Steinrade statt. Die neue Partei, die hauptsächlich in Bayern für Aufsehen gesorgt hat, will allerdings keine Kommunalpolitik machen.
Die Versammlung wählte Werner Horstmann (57) zum Kreisvorsitzenden. Ihm zur Seite stehen Thomas Misch (51) und Gregor Voht (18), die als stellvertretende Vorsitzende gewählt wurden. Komplettiert wird der Vorstand durch die Schriftführerin Norma Kibic (19) und die Kassiererin Agneta Horstmann (19).
"Wir wollen den Wählergemeinschaften vor Ort keine Konkurrenz machen und werden nicht in die Kommunalpolitik eingreifen, sondern es wird eine fruchtbare Zusammenarbeit geben. Unsere Aufgabe ist es auf Landes-, Bundes- und Europaebene Politik mitzugestalten. Die Freien Wähler bieten den Wählergemeinschaften die Möglichkeit ihre Wähler auch über das Ortschild hinaus zu vertreten, deswegen wollen wir eine enge Zusammenarbeit pflegen", sagte Werner Horstmann, der sich selber seit der letzen Kommunalwahl für eine Lübecker Wählergemeinschaft engagiert.
Mit einer Mischung aus erfahrenen Kommunalpolitkern und jungen Leuten mit Tatendrang wollen die FW in Lübeck die Herausforderungen der nächsten Monate angehen. An Aufgaben kommt einiges auf den noch jungen Kreisverband zu. Es gilt die Rahmenbedingungen für die Landtagswahl 2010 zu schaffen, aber auch für die Europawahl am 7. Juni um Stimmen zu werben.
Der Kreisverband Lübeck konnte bei der Aufstellungsversammlung der Freien Wähler zur Europawahl am Samstag in München gleich zwei Kandidaten auf der Liste platzieren. Gregor Voht und Werner Horstmann wollen Lübecker Interessen nach Europa tragen. Voht ist optimistisch: "Im Prinzip ist bei dieser Wahl alles möglich, keiner kann den Erfolg der Freien Wähler abschätzen. Wir haben in Schleswig-Holstein sowohl den Verband Freie Wähler mit den zahlreichen angeschlossenen Wählergemeinschaften, als auch die Partei der Freien Wähler hinter uns und können so einen großartigen Wahlkampf hinlegen."
Der Enthusiasmus entspringt einer von Werner Horstmann, Gregor Voht und Thomas Misch gemachten Umfrage zu dem Thema: "Sollte die Wählergemeinschaft an übergeordneten Wahlen auf Landes- Bundes- und Europaebene teilnehmen?" 92 Prozent der Befragten waren für eine Aktivität auf höheren Ebenen.
Der Apell der Partei an alle Bürger, die etwas verändern wollen: "Gehen Sie zur Wahl, noch besser, werden Sie selber politisch aktiv, arbeiten Sie mit, am besten natürlich bei uns!"