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Weiterbildung in Lübeck

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12.05.2009 18.04


Dräger gründet europäischen Betriebsrat

Dräger hat einen europäischen Betriebsrat gegründet. Das sogenannte Dräger European Forum (DEF) traf sich am 11. Mai 2009 zu seiner konstituierenden Sitzung in Lübeck und vertritt ab sofort die Interessen der Mitarbeiter auf internationaler Ebene.

Neun Mitarbeiter aus sieben europäischen Ländern (Spanien, Frankreich, Belgien, Niederlande, Großbritannien, Irland und Deutschland) arbeiten im DEF stellvertretend für etwa 6000 Arbeitnehmer der beiden Unternehmensbereiche Medizin- und Sicherheitstechnik. In ihrer ersten Sitzung wählten sie ihren Vorsitzenden und ein dreiköpfiges Präsidium, das für eine Amtszeit von vier Jahren die Geschäfte des DEF führen wird.

Das DEF verfolgt in seiner Arbeit die klassischen Ziele eines Betriebsrats: "Wir wollen die Dräger-Mitarbeiter in ganz Europa über Themen informieren, die sie in ihrer täglichen Arbeit beeinflussen. Das Recht auf Information und Anhörung ist das zentrale Recht eines europäischen Betriebsrats", erklärt der neue Vorsitzende des DEF, Dr. Jens-Uwe Hagenah.

Dabei gibt es einen wichtigen Unterschied zum nationalen Gremium: Der europäische Betriebsrat beschäftigt sich ausschließlich mit Angelegenheiten, die mindestens zwei Dräger-Niederlassungen in unterschiedlichen europäischen Ländern betreffen. Hierzu gehören insbesondere die wirtschaftliche Lage des Unternehmens, Veränderungen in Arbeitsorganisation und Struktur, Investitionen sowie die Beschäftigungslage. Themen, die keinen grenzüberschreitenden Charakter haben, werden weiterhin von der nationalen Arbeitnehmervertretung behandelt. Konkrete Rechte und Pflichten des DEF sind bei Dräger in einer Betriebsvereinbarung festgehalten.

Passend zur Zielsetzung des europäischen Betriebsrats berichtete der Vorsitzende des Vorstands, Stefan Dräger, den Mitgliedern bereits einen Tag nach der Gründung erstmalig über die aktuelle Unternehmenssituation. So bekamen die Arbeitnehmervertreter aus erster Hand Informationen über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und erfuhren, dass jetzt entschlossen Maßnahmen zur Sicherung des Unternehmens ergriffen werden müssten, die sich auf die internationalen Niederlassungen auswirken werden.

Autor: Dräger

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