Sonnabend, der 31. Juli 2010

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22.06.2009 16.04


Linke zum Tierpark: EU-Richtlinie irrelevant

Die Fraktion Die Linke erklärt zu den neuen Entwicklungen um den Tierpark in Lübeck-Israelsdorf, bei ihrer ablehnenden Haltung zu bleiben. Nicht das Einhalten von Formalien sei das Argument für die Schließung der Einrichtung sondern die Zustände unter denen die Tiere dort seit Jahren gequält würden, erklären die Linken.

Wie am Freitag berichtet, sieht das Umweltministerium die EU-Richtlinien für die Haltung der Tiere und die Qualifikation des Betreibers als erfüllt an. "Es bleibt dabei, Die Linke kämpft für die Schließung des Tierparkes, er ist ein Schandfleck in unserer Stadt. Das Tierleid muss ein Ende haben", erklärt die Fraktionsvorsitzende der Linken Antje Jansen und verweist auf den rot-rot-grünen Beschluss der Bürgerschaft im November 2008. "Ich betone nochmals, dass der Beschluss erfolgt ist und hier versucht werden soll ihn mit allen möglichen Tricks rückgängig zu machen. Das ist ein undemokratisches Verhalten."

Ragnar Lüttke, Vorsitzender der Lübecker Linken betont: "Im Tierpark Israelsdorf werden die Tiere seit Jahren nicht artgerecht gehalten. Die Nachricht von der Erfüllung der Richtlinie ändert nichts am Zustand des Parkes, der armselig ist. Wenn man nach der Schließung und der Verbringung der Tiere in andere Quartiere über ein ganz neues Projekt nachdenken will, kann man das gern tun. Die bisherigen Pläne erscheinen uns jedoch als durchsichtiger Versuch den Horror-Zoo als Hanse-Zoo weiter zu betreiben."

Autor: Linke/red.

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