Der am 3. Juli gegründete Landesverband der Freien Union in Schleswig–Holstein will am 27. September zur Bundestagswahl antreten. "Voraussetzung sind allerdings 2000 Unterstützungsunterschriften, die derzeit gesammelt werden", sagt der 2. der Landesliste aus Lübeck, Werner Horstmann.
Insgesamt stehen auf der Landesliste elf Kandidaten, entsprechend der vorhandenen Wahlkreise. Listenplatz 1 hat Andreas Kopp aus Krummesse, gleichzeitig frischgebackener Landesvorsitzender der Partei Freie Union. Listenplatz 3 ist mit einer jungen Frau, Katharina Teichmann aus Boostedt, besetzt.
Die von der früheren CSU Rebellin Dr. Gabriele Pauli gegründete Partei bekommt sehr schnell Zulauf. "Wenn die Entwicklung so rasant weitergeht, sind wir optimistisch, dass wir in Schleswig – Holstein die Fünf–Prozent–Hürde überspringen", sagt Werner Horstmann. Vor allem richtet sich sein Blick auf die Nichtwähler, die wieder mobilisiert werden müssen. "Wir wollen sehr rasch deutlich machen, was uns von anderen Parteien unterscheidet." Die neue Partei werde sich in der Mitte der Gesellschaft etablieren. Sie wolle unter anderem ein bundeseinheitliches Bildungssystem sowie die Möglichkeit der Volksabstimmungen auf Landes-, Bundes – und Europaebene durchsetzen.
Stadteilschulen müssten erhalten bleiben, kurze Beine – kurze Wege. Der Bürger solle viel mehr mitentscheiden, ein wichtiger Schritt zur Basisdemokratie. Es sind die Direktwahlen des Bundeskanzlers und der Ministerpräsidenten geplant. Das wichtigste Ziel der Freien Union ist, dass sie sich im Staat wieder wohlfühlen. Der Leistungsdruck von Familien und Kindern müsse genommen werden. Es könne nicht sein, dass die Zahl der Armen steige und alte Menschen nur notdürftig gepflegt werden. "Nach 60 Jahren steht unsere Bundesrepublik vor einer Kehrtwende, die Zeit dafür ist gekommen. Provokante Frage: Passt dieser Staat noch zu uns?", so Horstmann.
Unterstützungsunterschriften-Formulare kann man auf der Homepage herunterladen, weitere Informationen wie das Grundsatz-Programm sind nachzulesen unter www.freieunion.de
Weitere Kernaussagen der Partei: "Gesundheitspolitik muss den Menschen achten, nicht die Kassen. Wirtschaft soll den Bürgern dienen, nicht den Konzernen. Alternative Energien sollen gefördert werden, damit wir von Energie – Multis nicht mehr erpresst werden können. Förderung der Forschung, damit unsere guten Leute im Lande bleiben und zum Wohle unserer Wirtschaft beitragen."
Autor: Freie Union/red.
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