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+++ HL-live.de - Archiv +++08.02.2010 11.48
Winter: Es wird noch schlimmerSeit Freitag fahren keine Busse mehr durch Karlshof und Israelsdorf, seit Montag kommen die Busse auch nicht mehr in andere Gegenden. Ab Dienstag übernehmen Großraum-Taxis einen Teil des Liniendienstes. Es gibt aber keine Entwarnung beim Winterwetter. Ab Mittwoch soll auch noch weiterer Schnee kommen.
Die Situation bleibt kritisch. Viele Nebenstraßen bestehen aus einer Eisschicht mit tiefen Fahrspuren. Parken ist an vielen Stellen nicht mehr möglich. Der Winterdienst hat vergangene Woche begonnen, die Eisschichten in den Nebenstraßen aufzubrechen - das gelingt aber natürlich nicht an allen Stellen.
Der Stadtverkehr hat deshalb bereits am Freitag die Buslinie 12 verkürzt. Die Busse enden jetzt am Ehrenfriedhof oder fahren direkt über die Travemünder Landstraße nach Schlutup. Die vollständige Linie soll erst wieder bedient werden, wenn die Fahrbahnen in Karlshof und Israelsdorf geräumt wurden.
Am Montag musste auch die Linie 2 verkürzt werden. Sie endet jetzt am Krankenhaus Süd und in Gegenrichtung umfährt sie Dornbreite. Die Busse fahren vom Kurzen Weg ohne Halt durch die Schönböckener Straße zum Bauernweg. Die Linie 3 fährt die Haltestellen Herrnburger Weg, Kalkhorster Weg, Am Teufelsmoor, Utechter Weg und Brunshorster Weg nicht mehr an.
Am Montagabend entschied sich der Stadtverkehr für eine neue Lösung: Auf den Strecken, die für Busse nicht mehr befahrbar sind, werden ab Dienstag in der Zeit von 6 bis 20 Uhr Großraumtaxis verkehren. Die sammeln alle Fahrgäste an den Haltestellen ein und bringen sie an die Stellen, die mit Linienbussen noch erreichbar sind.
Die Röntgenstraße ist für Busse nicht mehr befahrbar.
Auch auf den Gehwegen gibt es keine Entwarnung. Die Stadt hält - im Gegensatz zu anderen Städten - am Salzstreuverbot fest. "Das ist ein Bürgerschaftsbeschluss", sagt Nicole Dorel, Pressesprecherin der Stadt. Der städtische Ordnungsdienst gehe weiterhin Hinweisen nach, wenn Gehwege nicht ausreichend geräumt und gestreut sind.
Probleme gibt es offensichtlich auch auf städtischen Grundstücken. So haben sich mehrere Teilnehmer an Kursen der Grone-Schule schriftlich bei der Stadt beschwert. Sie müssen das Grundstück der Emil-Possehl-Schule und der Friedrich-List-Schule überqueren. "Es sind bereits etliche Schüler ausgerutscht", schreiben sie in einem offenen Brief. Mündliche und schriftliche Beschwerden hätten an der Situation nichts geändert. Sollte es zu schwerwiegenden Verletzungen kommen, werde man die Stadt verklagen.
Die Kombination von Frost, Schlaglöchern und Eis auf den Fahrbahnen macht inzwischen auch den Rohren zu schaffen. So kam es in der Nacht zu Montag zu einem Rohrbruch in der Hartengrube. Das dortige Altenheim musste mit einem Wasserwagen versorgt werden. Die Bauarbeiten wurden noch in der Nacht aufgenommen und sollen noch am Montag abgeschlossen werden. An zwei weiteren Stellen in Lübeck kam es zu kleineren Rohrbüchen.
Die Situation wird sich weiter verschärfen. Ab Dienstagabend erwarten die Meteorologen neue Schneefälle. Dabei bleibt es frostig. Die Langfristprognose von wetter.com erwartet erst am 20. Februar leichte Plusgrade. Für ein Abtauen der dicken Eisschichten wird das aber wohl nicht reichen.
Autor: VG Aus rechtlichen Gründen können wir Bilder nicht mehr zur Verfügung stellen.
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