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+++ HL-live.de - Archiv +++09.03.2010 17.48
Uni-Klinik: Qualität rettet Leben von UnfallopfernDas Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UK S-H), Campus Lübeck, ist von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) als "Überregionales Trauma-Zentrum" der höchsten Versorgungsstufe zertifiziert worden. Die DGU bestätigte damit die Qualität der unfallchirurgischen Versorgung der Klinik für Chirurgie des Stütz- und Bewegungsapparates unter der Direktion von Prof. Dr. Christian Jürgens.
Jedes Jahr erleiden über 35.000 Menschen in Deutschland schwere, oft lebensbedrohliche Verletzungen. Die Überlebenschance sinkt mit jeder Viertelstunde, kann sich aber andererseits durch eine gute Versorgungsstruktur erhöhen. Entscheidend dafür sind die Rettungsdauer des Unfallopfers und die schnellstmögliche, der Verletzung angemessene Behandlung in einer spezialisierten Klinik.
Für die Anerkennung als "Überregionales Trauma-Zentrum" wurden deshalb sämtliche Abläufe der Lübecker Unfallchirurgie von den Gutachtern der DGU überprüft: Wie weit ist der Weg vom Hubschrauberlandeplatz zum OP? Wie lange braucht das Ärzteteam, bis es im Schockraum eintrifft, wo Schwerverletzte versorgt werden? Wie sind die Abläufe dort geregelt? Welche Geräte und weiteren Fachdisziplinen sind verfügbar?
Die Zertifizierung des UK S-H ist ein wichtiger Baustein für das Trauma-Netzwerk der DGU in Schleswig-Holstein, das jedem Schwerverletzten rund um die Uhr die bestmögliche Versorgung ermöglichen soll. Ärzte und Sanitäter in Krankenhäusern und bei Rettungsdiensten erhalten hier einheitliche, verlässliche Informationen und Kriterien, um für die Patienten die richtigen Entscheidungen zu treffen. "Im Trauma-Netzwerk arbeiten alle Krankenhäuser und die Rettungskräfte, die an der Versorgung Schwerverletzter beteiligt sind, sehr eng zusammen", erklärt Priv. Doz. Dr. Andreas Paech, Chefarzt der Sektion für Unfallchirurgie am Campus Lübeck. Dabei gehe es vor allem um Schnelligkeit, Kollegialität und Qualität.
Insgesamt 16 Krankenhäuser mit unterschiedlicher Leistungsfähigkeit arbeiten in Schleswig-Holstein als lokale, regionale und überregionale Trauma-Zentren bei der Behandlung von schwer verletzen Menschen Hand in Hand. Eckpfeiler des Trauma-Netzwerks sind Kooperation, Kommunikation und ein optimaler Umgang mit Ressourcen. Das UK S-H, Campus Lübeck, wird als überregionales Trauma-Zentrum auch zukünftig das gesamte Spektrum der Orthopädie und Unfallchirurgie anbieten und sich im Trauma-Netzwerk vor allem um die schweren Fälle kümmern. Autor: UKSH Aus rechtlichen Gründen können wir Bilder nicht mehr zur Verfügung stellen.
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