Streit um Veranstaltungen geht weiterVergangene Woche hatte die BfL das Thema Veranstaltungen wieder auf die Tagesordnung gebracht. Grund war die Absage des Lichterfestes. Die städtische LTM reagierte mit einem Hinweis auf die Kürzung des Veranstaltungsetats. Das sorgt für weitere Diskussionen: Der Etat sei nicht gekürzt worden, meint die CDU.Im Jahr 2008 entschied der damalige CDU-Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel, dass in Zukunft alle Veranstaltungen von der städtischen Lübeck und Travemünde Marekting GmbH (LTM) übernommen werden sollen. Die Entscheidung kam für alle Beteiligten überraschend. So wurde auch der Veranstaltungsetat des Kurbetriebes von 90.000 Euro im Jahr an die LTM übertragen.
Die eilige Umstellung sorgte für Probleme, so zog das Drachenfest nach Grömitz und auch andere Veranstaltungen fielen aus oder wurden durch neue Events ersetzt. Die Streichung des Zuschusses für das Lichterfest in diesem Jahr führte noch einmal zu viel Kritik. Die LTM reagierte vergangene Woche mit einer Pressemitteilung. "Die Forderung und der Wunsch, alle traditionellen Veranstaltungen zu erhalten und neue Impulse zu setzen, stellt vor dem Hintergrund des Haushaltsbegleitsbeschlusses und den damit verbundenen Einsparungen, eine unlösbare Aufgabe dar", so Andrea Gastager, Geschäftsführerin der LTM. "Das Veranstaltungsbudget musste im Vergleich zu 2009 um weitere 15 Prozent reduziert werden."
"Wenn die LTM heute erklärt, dass Veranstaltungen abgesagt werden müssen, weil die finanziellen Mittel hierzu fehlen, entspricht dies nicht dem ursprünglichen Plan der Stadtverwaltung, die Travemünder Veranstaltungsplanung vollständig vom Kurbetrieb auf die LTM zu übertragen", sagt dagegen Klaus Petersen, stellvertetender Fraktionschef der CDU. "Mit diesem Vorgang ist auch das Budget für die Veranstaltungen in Höhe von 90.000 Euro vom Kurbetrieb auf die LTM übertragen worden. Von diesen Mitteln ist zu keinem Zeitpunkt etwas gekürzt worden. Selbstverständlich hat auch die LTM als defizitäre städtische Gesellschaft Einsparvorgaben zu erfüllen. Das Travemünder Veranstaltungsbudget darf jedoch nicht dafür herhalten, vorhandene Defizite im Lübecker Betrieb auszugleichen."
Bei dem Streit geht es aber nicht nur ums Geld: Viele Travemünder wollen auf Traditionsveranstaltungen setzen, die LTM möchte neue Akzente setzen, die auch für mediale Aufmerksamkeit sorgen. Beispiele sind der R.SH-Kindertag, das Fischerfest "Pinn & Pann" und das Tanzfestival vom 15. bis 17. Oktober.  | Die Absage des Lichterfestes führt erneut zu einer Diskussion über die Veranstaltungen in Travemünde. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv |
Text-Nummer: 62724 Autor: VG vom 27.07.2010 15.28 Text ausdrucken. +++ Text ohne Bilder ausdrucken. Kommentare zu diesem Text:Hans-Georg schrieb am 27.07.2010 um 17.12 Uhr: Das R.SH-Kinderfest dürfte den Etat der LTM wohl nur minimal belasten, wenn überhaupt. Handelt es sich doch bei R.SH um einen Privatsender, für den die Veranstaltung Werbung sein dürfte. Vermutlich wird R.SH einen Grossteil der Kosten selbst aufbringen. W. Heß schrieb am 27.07.2010 um 18.02 Uhr: Das sind die Taschenspielertricks von Herrn Petersen! Wenn die Budgets bei der LTM zusammengelegt werden und das nunmerige Gesamtbudget gekürzt wird, so bleibt es bei einer Gesamtkürzung für das LTM! Eine Töpfchenwirtschaft gibt es bei einer Zusammenlegung nicht mehr! Das sollte ein Steuerberater doch wissen! Schmidt schrieb am 27.07.2010 um 19.01 Uhr: Ich gehe davon aus, dass die Stadt oder die LTM eine ordentliche Miete von RSH bekommen haben, wie dies bei kommerziellen Anbietern üblich ist. Oder ist RSH ein gemeinnütziger Verein?
Dies und die Höhe sollte eine Bürgerschaftsfraktion doch mal erfragen. Markus schrieb am 28.07.2010 um 00.42 Uhr: Ich finde es schon merkwürdig das die eine oder andere Veranstaltung nicht mehr statt finden soll.
Viele Veranstaltungen wie z.B. das Lichterfest sind kult.Diese Veranstaltungen haben viele Leute angelockt, auch waren sie ein Treffpunkt vieler Anwohner.
Es ist schade das diese Veranstaltungen die nicht mehr statt finden , wo anders plötzlich wieder zu finden sind und da ist es ein Erfolg (gleiche Beteiligung wie hier)
Auch werden einige Sportveranstaltungen auch beschnitten.
Bei einigen Veranstaltungen bin ich aus Lübeck nach Travemünde geradelt um dabei zu sein.
Und eine Bemerkung am Rande:
Lübeck die Stadt des Sports ??!! (Wird doch als Werbeslogen verwendet) Eckhard schrieb am 28.07.2010 um 11.59 Uhr: Findet dann wohl bald in Warnemünde statt...
Die pennen nämlich nicht so,wie unsere "Feierabendpolitiker" hier!!!
Wacht doch bitte endlich auf!!!!
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