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23.07.2013 15.11


Erster Golo-Mann-Preis für Volker Reinhardt

Der Historiker Volker Reinhardt wird mit dem ersten "Golo-Mann-Preis für Geschichtsschreibung" der Golo-Mann-Gesellschaft, die ihren Sitz im Lübecker Buddenbrookhaus hat, ausgezeichnet. Die Verleihung des mit 15.000 Euro dotierten Preises findet am 16. November 2013 im Deutschen Historischen Museum in Berlin statt.

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Essen, ermöglicht den Preis und die Preisverleihung. Der Preis soll künftig im Abstand von zwei Jahren verliehen werden. Professor Dr. Volker Reinhardt wird für sein Werk "Machiavelli oder die Kunst der Macht. Eine Biographie" (C. H. Beck München 2012) ausgezeichnet.

In der Begründung der Jury heißt es: "Ich sage Euch, dass Ihr ein durch und durch schädlicher Mensch seid. Mit diesem Paukenschlag beginnt Volker Reinhardt seine Biographie des Florentiners Niccol Machivelli. Klug, anschaulich und stilistisch auf hohem Niveau schildert er mittels einer Vielzahl von Quellen dessen Wirkmächtigkeit als Diplomat und politischer Denker, als Schriftsteller und Dichter. Er stellt ihn in seiner ganzen Widersprüchlichkeit dar: als Provokateur, Tabubrecher, Überlebenskünstler und als Menschen, der mit Verhaftung, Folter und Flucht ins Exil politisches Scheitern kennenlernte.

Machiavelli lebte in einer Zeit radikalen Umbruchs. Diese Beobachtung nimmt Reinhardt zum Ausgangspunkt, um dem Leser die Denkprozesse seines Protagonisten verständlich zu machen. Er beobachtet die Veränderungen, die sich an der Wende von 15. zum 16. Jahrhundert vollzogen. An zahlreichen Beispielen stellt er den Wandel dar, den etwa der Übergang von einer individualistischen Lebensführung zu staatlichen und kirchenbezogenen Gemeinwesen mit sich brachte. So wird auch für Leser, die nicht Fachhistoriker sind, verständlich, wie Machiavelli, der kritische Republikaner, zu seinem Menschenbild und seinen Vorstellungen über die Geschichte gelangte und warum er als erster Grundsätze einer Staatsräson formulierte. Indem Reinhardt seine Leser in die Situation Machiavellis versetzt und an dessen Überlegungen teilhaben lässt, stimmt er sie nachdenklich und regt an zu eigenen Reflexionen.

Politik zu betreiben jenseits von Recht und Moral, gegebenenfalls auch mit Lug und Trug: Darf man das? Die Frage provoziert bis heute heftige Kontroversen. Der Widerstreit zwischen ethischen Grundsätzen und dem, was als politisch notwendig angesehen wird, beschäftigt die Menschen unvermindert. Durch seine Darstellungsweise gelingt es Reinhardt, den Lesern des 21. Jahrhunderts Verständnis und Sinn für die Fremdartigkeit der Gesellschaft des frühen 16. Jahrhunderts zu vermitteln der wohlfeile Vorwurf eines missverstandenen Machiavellismus sollte sich künftig verbieten."

Der 1954 geborene Historiker Reinhardt lehrt seit 1992 als ordentlicher Professor für Allgemeine und Schweizer Geschichte der Neuzeit an der Universität Freiburg (Schweiz). Der ausgewiesene Experte der italienischen Renaissance wurde 2012 in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste aufgenommen.

Der Historiker Golo Mann (1909 bis 1994) verfolgte das Ziel einer Geschichtsschreibung, die wissenschaftlich und zugleich "lesbar wie ein Roman" sein sollte. Die 2010 gegründete Golo-Mann-Gesellschaft mit Geschäftssitz im Lübecker Buddenbrookhaus hat es sich zum Ziel gesetzt, eine Geschichtsschreibung in diesem Sinn zu fördern. Der "Golo-Mann-Preis für Geschichtsschreibung" wird deutschsprachigen Autoren verliehen, die in einem oder mehreren Werken eine erzählende, den Leser gewinnende und literarischen Ansprüchen genügende Geschichtsschreibung vorgelegt haben, die sich zugleich auf der Höhe des wissenschaftlichen Forschungsstands bewegt.

Benannt wird der Preisträger von einer siebenköpfigen Jury. Deren Sprecher ist Prof. Dr. Edgar Wolfrum, die weiteren Jury-Mitglieder sind Dr. Franziska Augstein, Prof. Dr. Jürgen Elvert, Dr. Marlene P. Hiller, Dr. Tilmann Lahme, Prof. Dr. August Nitschke, Dr. Holger Pils.

Autor: Museen/red.

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