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+++ HL-live.de - Archiv +++

05.07.2015 10.27


Gartenfest im Autonomen Frauenhaus Lübeck

Ein seltenes Ereignis: aus dem Garten des Frauenhauses erklingt Live-Musik, die Haustür ist weit geöffnet. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vom Jugendamt, vom Jobcenter, aus dem Sozialministerium in Kiel und viele Frauen mit ihren Kindern nehmen die Gelegenheit wahr, das Frauenhaus zu besichtigen.

Dank der Possehl Stiftung und der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung konnten alle Bewohnerinnenzimmer frisch renoviert und neu möbliert werden. Gisela Jannsen erinnert sich wie es damals 1978 war und wie es heute ist. Immer wieder hieß es anpacken, Möbel heranschleppen, Türen lackieren, Wände tünchen. Tag und Nacht waren die Mitarbeiterinnen unterstützt von den Bewohnerinnen tätig. "Wir möchten den Frauen eine ansprechende gemütliche Unterkunft anbieten, damit die kleinen Familien zur Ruhe kommen können, ihre Gewalterfahrungen ein wenig verarbeiten und neue Wege gehen, um ihre Existenz sicher aufzubauen", erklärt Frau Jannsen ihr Engagement für den Verein Frauen helfen Frauen.

"Ein Grund zu feiern allein reicht nicht, so freuen wir uns, dass es in Schleswig-Holstein eine Frauenhausfinanzierung gibt, die allen Frauen die Zuflucht ermöglicht ohne dass den Bewohnerinnen und ihren Kindern etwas in Rechnung gestellt wird und so muss es bleiben", fordert die Frauenhausmitarbeiterin Anke Kock. Die größte Überraschung für alle Mitarbeiterinnen in diesem Jahr war der einstimmige Bürgerschaftsbeschluss für die Budgetverträge für die nächsten fünf Jahre. "Erstmalig wurde der Antrag durchgewunken ohne Protestaktionen. Das bedeutet für uns sehr viel, so haben wir 6 Frauenhausplätze und 1,5 Stellen, die besonders den Kindern und den Lübeckerinnen zugutekommen."

Während das Musikduo L`Utopia zur Besichtigung und zum Buffet aufspielt, wird vor dem Haus zur Probefahrt im Fiat Ducato Maximo geladen. Der Kleinbus konnte mit weiteren Spenden vieler Lübecker und Lübeckerinnen angeschafft werden und auch der Fiatlieferant "Olympic Auto" beteiligte sich mit einem großen Rabatt an der vielseitigen Unterstützung.

Ob 1978 oder 2015 Frauenhäuser sind damals wie heute notwendig, denn nach wie vor sind mehr Frauen von Partnerschaftsgewalt betroffen als Männer. Von allen Gewaltopfern sind knapp 25% weiblich und nur circa 4% Männer (mit Gewalterfahrung in der Partnerschaft/ Ehe), ähnlich ist der Proporz auch bei Vergewaltigung oder schwerste Körperverletzung. Das belegt der jüngste CEDAW Bericht der Bundesregierung, der Anfang Juni dieses Jahres erschien.

Die jüngste Entwicklung in den 356 Frauenhäusern in Deutschland verdeutlicht neue Herausforderungen an die Länder, denn es werden bundesweit fast ebenso viele Frauen von Frauenhäusern abgewiesen wie aufgenommen werden können. Das veranlasste auch die ZiF (Zentrale Informationsstelle der Autonomen Frauenhäuser) am Freitag zu einer Demonstration in Berlin. Anlässlich der GMFK (Konferenz der Gleichstellungsministerien) wurden 16 Liegestühle ausgestellt und mit Handtüchern belegt, eine Ermahnung an die Bundesländer, dass die Frauenhausplätze nicht mehr ausreichen.

Autor: Anke Kock

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