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18.11.2015 16.04


Overbeck zeigt Ausstellung von Preisträger Carron

Der Overbeck-Preis für Bildende Kunst der Gemeinnützigen zu Lübeck wird 2015 an den Schweizer Künstler Valentin Carron verliehen. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird im Rahmen der Eröffnung der begleitenden Ausstellung am 22. November in einem Festakt überreicht.


Der Direktor der Overbeck-Gesellschaft Dr. Oliver Zybok zeigte am Mittwoch die Ausstellung.

Eine international besetzte Jury (Almut Linde, Künstlerin aus Hamburg, Giovanni Carmine, Direktor der Kunst Halle Sankt Gallen, Christian Kroeger, Vorsteher der Gesellschaft zur Beförderung Gemeinnütziger Tätigkeit in Lübeck, Dr. Thorsten Rodiek, Direktor der Kunsthalle St. Annen in Lübeck, Ludwig Seyfarth, Kritiker aus Berlin, und Dr. Oliver Zybok, Direktor der Overbeck-Gesellschaft, Kunstverein Lübeck) wählte den 1977 im Wallis geborenen Künstler einstimmig. Der von der Lübecker Gesellschaft zur Beförde-rung Gemeinnütziger Tätigkeit ausgelobte Overbeck-Preis wird alle drei Jahre vergeben.

Mit der Ausstellung im Pavillon der Overbeck-Gesellschaft präsentiert erstmalig eine deutsche Institution Valentin Carron umfassend in einer Einzelpräsentation. Er ist einer der herausragenden Schweizer Künstler seiner Generation. In den letzten Jahren widmeten ihm die Kunsthalle Bern (2014), das Palais de Tokyo in Paris (2010), La Conservera im spanischen Murcia (2009), die Kunsthalle Zürich (2007) und das Swiss Institute in New York (2006) umfassende Einzelausstellungen. 2013 wurde er für den Schweizer Pavillon auf der Biennale in Venedig ausgewählt.

Bei zahlreichen Werken Carrons handelt es sich um originalgetreue oder sich an Originale anlehnende Nachbildungen bestehender Artefakte, Ziermuster und öffentlicher Skulpturen aus dem unmittelbaren Umfeld des Künstlers. Skulpturale und installative Arbeiten sind in seinem Schaffen ein zentrales Element. Inspirationsquelle für seine Werke ist seine Heimat, der Kanton Wallis, die er in Kontext globaler Verhältnisse stellt. Im Wallis ist Carron aufgewachsen, hier lebt und arbeitet er auch gegenwärtig. Seine Bildsprache spielt mit der Zeichenwelt dieser weltweit bekannten Tourismusregion, adaptiert und ironisiert sie, um sie derart zum entscheidenden Bestandteil seiner künstlerischen Auseinandersetzung zu transformieren. Carron provoziert durch stilistische Gegensätze und Verwendung von vorgetäuschten Materialien, welche die Frage nach Original und Kopie, nach Tradition und Identität aufwerfen.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 22. November, um 17.30 Uhr in der Diele des Museums Behnhaus-Drägerhaus eröffnet. Sie ist bis zum 7. Februar täglich außer montags von 10, ab Januar 11 Uhr, bis 17 Uhr zu sehen.

Autor: Overbeck/red.

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