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Sonnabend,
der 15. Dezember 2016






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28.04.2016 15.09


St. Katharinen: Strahlendes Licht im alten Gemäuer

"Nach fünf Jahren geht es morgen endlich wieder los!", sagte der leitende Direktor der Lübecker Museen, Hans Wißkirchen, am Donnerstagmittag vor Journalisten in der Katharinenkirche. Eines der schönsten Backsteingebäude der Stadt ist wieder zugänglich.



Allerdings kann die Kirche der Franziskaner aus dem frühen 14. Jahrhundert nicht täglich besichtigt werden. Aber immerhin an zwei Tagen in der Woche, freitags und samstags zwischen 10 und 16 Uhr. Auch nicht rund ums Jahr, sondern von Ende April bis Anfang Oktober. Der Grund: In das alte Gotteshaus, das Krisen und Kriege überstanden hat, kann man keine Heizung einbauen. Den Fußboden nämlich bilden einige Hundert schwere Grabplatten. Sie können nicht einfach aufgenommen werden, um neben den möglicherweise nicht verwesten Knochen der Toten Heizungsrohre zu verlegen.

Schon fürs elektrische Licht, zum Beispiel im neuen Kassenhäuschen, musste man sehr vorsichtig zu Werke gehen. Mitarbeiter der Lübecker Kirchenbauhütte, die die Platten glätteten, das heißt auf eine Ebene brachten, um Stolperfallen zu verhindern, legten die Stromkabel in einige Fugen. Dass die der Stadt gehörende Kirche wieder offen gehalten werden kann, ist einem Kreis von Ehrenamtlichen zu danken. Karin Peters koordiniert den Einsatz von 46 Mitstreitern, die sich von den Besuchern auch mit Fragen „bombardieren“ lassen.

Nach einem Jahr der Voruntersuchungen und Planungen wurde das Gebäude zunächst statisch saniert, sagt Rainer Schellenberger vom Gebäudemanagement der Hansestadt. Risse in Gewölben, durchhängende und also nutzlose Strebepfeiler, verrottete Balkenköpfe im Dachstuhl, neue Deckungen der Seitenschiffe – das alles musste erst behoben beziehungsweise erledigt werden, bevor die Restauratoren ans Werk gehen konnten. Alles geschah nach der Methode „Von außen nach innen, vom Groben zum Feinen.“



Wesentliche Maßnahmen bei der Restaurierung waren das Querhaus mit Decken- und Wandmalereien, die Kapellen, das Gestühl, erläuterte Dr. Irmgard Hunecke von der städtischen Denkmalpflege. Die Farbfassungen wurde restauriert, die Kunstwerke der Seitenschiffe gereinigt. Die Kapellen des südlichen Seitenschiffes machten ebenfalls viel Arbeit, dazu die Kunstwerke im nördlichen Seitenschiff und in der sogenannten Crispin-Kapelle. Diplom-Restauratorin Elke Kuhnert überwachte diese Arbeiten.



Selbst Lübeck-Kenner haben einige Details vermutlich nie zu Gesicht bekommen, zum Beispiel die Statue des Thomas von Canterbury. Die Arbeit von Bernt Notke aus dem Jahre 1485 war bisher verdeckt. Insofern lohnt es sich, dem jetzt strahlend hellen Gebäude einen Besuch abzustatten. Wie Frau Dr. Hunecke betonte, ist ein Bauwerk von der Größe der Katharinenkirche allerdings nie vollständig fertig. Man werde Pflege und Wartung ernst nehmen, um derart starke Schäden und Verschmutzungen, wie sie jetzt zu beheben waren, zu vermeiden. Auf 4,18 Millionen Euro belaufen sich die Sanierungs- und Restaurierungskosten. Allein das Auf- und Umstellen der Gerüste schlug mit 800.000 Euro zu Buche. 3,1 Millionen erhielt die Stadt aus einem Programm zur Erhaltung des Weltkulturerbes vom Bund. Mittel für die noch nicht in Angriff genommene Sanierung des Unterchores sind beantragt. Der in halber Höhe geteilte Chor ist ebenfalls eine Besonderheit unter Lübecks Kirchen.

Autor: TD

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