Please enable JavaScript!
Bitte aktiviere JavaScript!
S'il vous plaît activer JavaScript!
Por favor,activa el JavaScript!
antiblock.org

HL-live.de

Mittwoch,
der 19. Dezember 2016






+++ HL-live.de - Archiv +++

08.06.2016 14.36


Die Untertrave bleibt ungiftig

Am Rande der Diskussion über die Umgestaltung der Untertrave gab es am Montag Irritationen im Bauausschuss der Bürgerschaft. Die Politiker hatten ergoogelt, dass die geplanten Perlschnurbäume giftig seien. Die Stadt hat dazu jetzt die Vergiftungs- Informations- Zentrale in Freiburg befragt.

Im Zuge der Umgestaltung "An der Untertrave" werden die dortigen 48 Winterlinden gefällt und durch 60 Schnurbäume ersetzt (wir berichteten). Dem Beschluss für die Fällung der bereits 50-jährigen Linden liegt ein Gutachten zugrunde, nachdem das Wachstum der Linden stagniert und die maximale Lebensdauer deshalb nur noch zehn Jahre betrage. Hinzu käme, dass Veränderungen jeglicher Art den Bäumen erheblichen Schaden zufügen würde, die Standhaftigkeit zusätzlich gefährdet werde.

"Die Entscheidung, stattdessen mehrere Schnurbäume zu pflanzen, ist nicht zuletzt der pflegeleichten Natur dieser Baumart zu verdanken", teilt die Stadtverwaltung mit. "Überzeugende ästhetische Eigenschaften sowie geringe Pflegekosten machen den Schnurbaum zu einer standortgerecht und –verträglichen Stadtbaumart." So schmücke diese Zierbaumart in vielen deutschen Städten Straßen, Alleen und Parkanlagen.

Durch die relativ späte, sehr üppige Blüte des Schnurbaums im August handele es sich bei dem Schnurbaum, auch bekannt als Japanischer Perlschnurbaum oder Japanischer Pagodenbaum, um eine Bienenweide. "Sie erzeugt besonders reichhaltig Nektar und wird deswegen häufig von Honigbienen besucht. Auch andere Insekten finden in dieser Baumart ihre sommerliche Nahrungsgrundlage", so die zuständige Bauverwaltung.

Bestehende Bedenken zur Giftigkeit dieser Baumart können ausgeräumt werden: Die Leiterin der Vergiftungs-Informations-Zentrale in Freiburg, Dr. Maren Hermanns-Clausen, fertigte 2011 eine Stellungnahme zur "Toxizität des japanischen Schnurbaums". Eingangs wird darin auf ein Paracelsus-Zitat hingewiesen, wonach nur die Dosis darüber entscheide, ob etwas giftig oder nicht giftig sei. Demnach sei die Gegebenheit, ob nach Aufnahme geringer Mengen bedrohliche Gesundheitsstörungen auftreten können, ausschlaggebend für die Beurteilung der Giftigkeit von Pflanzen. Das Fazit der gutachterlichen Untersuchung: Nach der geprüften Datenlage sei die Spezies "als leicht giftig einzustufen; nach der Aufnahme geringer Mengen durch Ablecken oder Abbeißen seien schwerwiegende Gesundheitsstörungen nicht zu erwarten". Bei den Untersuchungsarbeiten stellte sich zudem heraus, dass es weder in Deutschland noch in der Schweiz dokumentierte humane Vergiftungsfälle durch den Schnurbaum gibt. Und das, obwohl der Schnurbaum in Europa eine häufig angesiedelte Pflanze sei. Insofern ist das Pflanzen dieser Baumart im Bereich der Untertrave als unbedenklich einzustufen.

Autor: Presseamt Lübeck/red.

Aus rechtlichen Gründen können wir Bilder nicht mehr zur Verfügung stellen.


HL-live.de Flohmarkt

Nachrichten:
Polizei & Feuerwehr
Stadtgeschehen
Politik
Kultur & Theater
Wirtschaft
Sport
Veranstaltungskalender

Service:
Adventskalender
Flohmarkt
Wetter
Notdienste
Stadtplan
Archiv
RSS und App
Newsletter

Werbung

Kontakt:
Meldung schicken
Veranstaltungs-Tipp
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz








Zur Ansicht für Mobiltelefone wechseln.