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Dienstag,
der 21. November 2017






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02.08.2016 21.00


Für Litauen über Lübeck um die Welt

"Es war wie Magie", berichtete die sympathische Ieva Kiezaité von ihrer ersten Wahrnehmung eines riesigen Projektes. "Mein Mann und ich hörten im Autoradio von den Plänen einer Litauischen Expedition um den gesamten Globus."



Er fuhr an den Straßenrand, und als der Bericht zu Ende war stand für die beiden der Entschluss fest. Sie würden sich freiwillig melden und sich an dieser großen Aktion beteiligen. Sie nahmen Kontakt auf zu Gintautas Babravičius, dem Leiter des ehrgeizigen Projektes zur Weltumrundung, und wurden angenommen. Als Botschafter ihres Landes führte sie jetzt eine der ersten Stationen in die Hansestadt Lübeck.

Hier hatte Antje Peters-Hirt, die rührige Direktorin der Gemeinnützigen Gesellschaft für die Litauische Delegation einen gastfreundlichen Empfang vorbereitet. Sie informierte die Gäste, die allesamt im Expeditions T-Shirt erschienen waren über Lübeck und besonders natürlich über die Gemeinnützige Gesellschaft. Renate Kastorff-Viehmann, die Vorsitzende der Geographischen Gesellschaft und Vorstandsmitglied Bodo Fabian schlossen sich mit weiterführenden Erläuterungen an. Daran waren die Gäste besonders interessiert, denn in den Reihen der Expeditionsteilnehmer befinden sich viele Geographen und ein Grund, die Botschaft über Litauen in die Welt hinauszutragen, ist schließlich die Würdigung des Lebenswerkes des großen litauischen Geographen Prof. Kazys Pakštas. Über ihn und sein 'Baltoscandia' Konzept referierte Arῡnas Bliῡdžius, Direktor der Akademie Baltoskandia. Pakštas hatte bereits in den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts umfassende Ideen zur Zusammenarbeit der nordeuropäischen Staaten um die Ostseeregion herum.

Weiterhin fällt der 100. Jahrestag der litauischen Unabhängigkeit in die Zeit der auf 4 Jahre angelegten Expedition und der 25. Jahrestag der diplomatischen Anerkennung der Unabhängigkeit der modernen Baltischen Staaten wird auch noch gleich mitgefeiert. Präsidentin Genovaité Kyné überbrachte im Anschluss die Grüße der Litauischen Geographischen Gesellschaft, die dieses umfassende Projekt, Litauen in die Welt hinauszutragen, nach Kräften unterstützt.

Die etwa 30 Teilnehmer der Expedition setzen sich dabei aus allen Berufsgruppen zusammen. Mikrobiologen, Geographen und Geologen wurden bereits von ihren Instituten mit speziellen Projekten ausgestattet, die im Verlauf der Expedition bearbeitet werden sollen. Ausgebildete Sanitäter und Mediziner sind dabei, Wirtschaftswissenschaftler und Logistikexperten, die Fortbewegung und konkrete Wegziele planen. Ein Kamerateam zur Dokumentation der großen Unternehmung ist natürlich auch am Start. Von Sponsoring bis Crowd Funding werden alle modernen Mittel der Finanzierung dieses großen Vorhabens einbezogen.

Fünf Kontinente, 100 Länder und 200.000 Kilometer stehen auf dem Programm. Mit dieser Kilometerleistung könnte man bekanntlich fünf Mal den Globus am Äquator umrunden. Da es in Asien in den kommenden Jahren in schwieriges Gelände geht, hat man sich für den Anfang erst einmal eine Umrundung der Ostsee vorgenommen, um expeditionstechnische Erfahrungen mit dem Gerät und der Ausrüstung zu sammeln. Vom Startpunkt Vilnius ging es über Kaunas und Danzig heute erst einmal nach Lübeck. Danach stehen Kopenhagen, Stockholm, Oslo, Bergen und das Nordkap auf dem Programm, bevor es über Turku und Helsinki langsam wieder nach Vilnius geht.

Damit sie Lübeck in guter Erinnerung behalten, gab Kulturwissenschaftler Manfred Eickhölter den Gästen erst einmal einen Einblick in die Schönheiten Lübecks. Daran werden sie sich irgendwann erinnern müssen, denn fast 5000 Kilometer der Fahrt werden im Fernen Osten Russlands in einem Gelände ohne feste Straßen bestritten werden müssen. In Schlauchbootkonstruktionen soll dann die Beringsee zwischen Asien und Nordamerika überwunden werden.

Der 16. Februar 2018 wird aber, trotz aller Schwierigkeiten, unterwegs natürlich besonders gefeiert. Dann ist die erste Republik Litauens genau 100 Jahre alt. Und irgendwie ist es auch ein versöhnliches Zeichen, dass die Expedition in der großen Stunde ihrer Nation beim russischen Nachbarn zu Gast ist - in Irkutsk, am fernen Baikalsee.

Autor: Harald Denckmann

Aus rechtlichen Gründen können wir Bilder nicht mehr zur Verfügung stellen.


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