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Sonnabend,
der 21. Oktober 2017






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31.08.2016 10.31


BUND für Erhalt der Winterlinden

Nach der "missratenen Vorgehensweise der Stadtverwaltung in der Vorbereitung der Untertrave-Umgestaltung" fordert der BUND Lübeck eine Überplanung mit dem vorhandenen Baumbestand. Für die Umgestaltung der Untertrave unter Einbeziehung der Linden müssten eingeplante Fördermittel nicht entfallen, so der Bund für Umwelt und Naturschutz Lübeck.

Wir veröffentlichen die weitere Mitteilung von BUND-Vorstandsmitglied Reinhard Degener im Wortlaut:

(")Es gibt weitere Förderperioden, in denen Mittel neu beantragt werden können. Eine von den Bürgern akzeptierte und stadtökologisch verträgliche Umgestaltung können notfalls auch wenige weitere Jahre Aufschub in Kauf genommen werden.

Dass die geplante Abholzung von 48 fünfzigjährigen Winterlinden – der Baumart des Jahres 2016 - am Altstadtrand auf massiven Widerstand vieler Lübecker stoßen wird, hätte die Verwaltung nach Auffassung des BUND in der Planungsphase vorhersehen können.

Statt mit den Bürgern frühzeitig Planungsalternativen mit und ohne den Erhalt der vorhanden Bäume ergebnisoffen zu erörtern, wurde die Öffentlichkeit mit einer fertigen Planung konfrontiert, die alternativlos auf die Beseitigung der Bäume setzt. Bei diesem Vorgehen ist es nicht verwunderlich, wenn von vielen Menschen die Behauptung vom angeblich drohenden Verlust von Millionen an Fördergeldern als Erpressungsversuch und das von einem auftragsabhängigen Gutachter prognostizierte baldige „natürliche“ Ableben der Linden als hergesuchte Rechtfertigung gedeutet werden.

Für eine Neuplanung mit den vorhandenen Linden, eventuell unter Verwendung früherer Planungsansätze, gibt es gute biologische und stadtökologische Gründe.

Die Winterlinde wurde gerade deshalb zum „Baum des Jahres 2016“ bestimmt, weil sie mit ihrer Anspruchslosigkeit, ihrer hohen Schattenwirkung und ihren duftenden Insekten-Blüten ein bestens geeigneter Stadtbaum ist, der auch mit ungünstigen Bodenverhältnissen zurecht kommt und wenig krankheitsanfällig ist, zum Beispiel durch Pilzbefall. Sie wächst generell langsamer als die Sommerlinde und passt sich in ihrem Wachstumstempo an die (Un-)Gunst des Standortes an. Die Winterlinden an der Untertrave haben trotz ihres mäßigen Wachstums nach 50 Jahren eine Größe, die zum Beispiel von einer neu gepflanzten Schwedischen Mehlbeere erst nach Jahrzehnten als ausgewachsener Baum erreicht werden kann. Bis dahin werden allerdings auch die Linden noch an Größe zulegen, insbesondere wenn ihre Wuchsbedingungen verbessert werden.

Mit steigenden Sommertemperaturen infolge des Klimawandels werden Schatten werfende, Frischluft erzeugende Bäume – wie die Winterlinden - immer bedeutender, um in aufgeheizten Städten die Aufenthaltsqualität zu sichern. Da diese Leistungen von der Größe und Blätterdichte der Bäume abhängen, kommt es zu aller erst darauf an, alte und große Stadtbäume vital zu erhalten.

Der Erhalt der Linden sollte deshalb erste Priorität bei jeder Umgestaltungsplanung an der Untertrave haben. Achtundvierzig fünfzigjährige Linden am Rande der baumarmen Innenstadt sind ein hoher Wert, den Lübeck hegen und pflegen sollte. Er ist im Hinblick auf den Klimawandel weder durch Neupflanzungen noch durch (Förder-)Geld zu ersetzen.(")

Autor: BUND/red.

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