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03.09.2016 19.32


Kunst am Kai: Gestrandet...

Kunst am Kai: Zum dritten Mal hat Gabriele Pott für ihr Festival eine Jugendoper geschrieben. "Gestrandet oder Was wird aus meinen Träumen?" heißt das Stück. Die Uraufführung fand am Sonnabend im Schuppen C auf der nördlichen Wallhalbinsel statt.

Gestrandet ist in unseren Breiten und in unseren Zeiten ein Flüchtlingsmädchen, vermutlich aus Syrien. Ayasha musste die Heimat verlassen. Angehörige waren im Krieg umgekommen, verschleppt oder vermisst. Sie wollte zu ihrem Cousin in Deutschland. Der hängt herum und wartet auf die Entscheidung über seinen Asylantrag, um endlich arbeiten zu dürfen. Ayasha hat zum Glück in ihrer Heimat Deutsch gelernt. Trotzdem ist sie in der Schule Außenseiterin. Sie wird nicht nur gemieden, sondern auch angefeindet und angegriffen. Sie freundet sich mit Lisa an, die ebenfalls von der Klasse gemobbt wird, obwohl sie aus gutem Hause stammt; beide Eltern sind Mediziner.

Dann ist da noch der Gemüsehändler Bassam mit viel Verständnis für Flüchtlinge, weil er selber Migrationshintergrund hat. Kurze Auftritte haben ferner die Schulleiterin sowie die Musiklehrerin, denn Musik und lyrische Texte sind Ayashas Leidenschaft, und auch Lisa möchte Musikerin werden, was die gut situierten Eltern nicht für einen angemessenen Beruf halten.

Gabriele Pott und ihre Mitstreiterin Birgit Kronshage (Libretto, Regie) haben eine Handlung erfunden, die viele Probleme aufzeigt: Krach im Elternhaus, Mobbing auf der Straße, Feindseligkeiten beim Basketballspiel. Auch die Blutsschwestern Ayasha und Lisa streiten sich, trennen sich sogar. Es dauerte, bis endlich alle einsehen: Nur gemeinsam meistern wir die Zukunft. Gemeinsam können wir vielleicht auch Träume verwirklichen.

Die 40 Kinder zu einer Gruppe zusammenzuschweißen, die tanzt, singt, überzeugend agiert – das setzt hartes Training voraus. Zwei Wochen Arbeit im Camp liegen hinter den Kindern. Martina Wüst hat die so einfach aussehenden großen Szenen mit Intensität einstudiert. Dazu kommen sechs Solisten und 20 Orchestermusiker. Gabriele Pott hält das am Dirigentenpult bestens zusammen. Ihre Musik ist ein Mix aus West und Ost, beeindruckt vor allem durch viele Rhythmuswechsel. Da taucht zwar nicht die Natter des Schlangenbeschwörers auf. Aber orientalische Rhythmen gibt es durchaus. Wenn es sein muss, werden sogar Beethovens Sinfonien herangezogen. Ayashas Lied, gegen Ende von beiden Hauptdarstellerinnen vorgetragen, hat Ohrwurmcharakter.

Kathrin Zukowski (Lisa) und Sonja Boskou (Ayasha) tragen die Aufführung über weite Strecken. Beeindruckend macht letztere das Schicksal des Flüchtlingsmädchens deutlich. Lisa Ziehm und Timo Maas geben das wohlanständige Elternpaar. Lukas Anton ist der sauber deutsch sprechende Cousin, Ali Shibly der arabische Händler mit Herz. Angekündigt waren 100 Minuten mit Pause. Zumindest bei der Premiere wurden es 150 Minuten. Das ist für Jugendliche und Erwachsene in Ordnung. Für kleinere Kinder wäre es etwas länglich. Das Publikum ging begeistert mit.

Weitere Aufführungen sind am Sonntag (4. September) und am Sonnabend (10. September); Beginn 16 Uhr. Für Schulklassen ist am 9. September um 10.30 Uhr eine Sondervorstellung angesetzt.

Autor: TD

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