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08.09.2016 16.22


Gestrickter Protest an der Untertrave

Ein bunter Protest gegen die Abholzung der 48 Linden an der Untertrave: Der Kulturladen Buntekuh hat gestrickt, ein Baumkletterer hat die Motive angebracht. Sie unterstützen damit das Bürgerbegehren "Lübecks Linden leben lassen".



Die Stadt hat keine Einwände gegen den ungewöhnlichen Protest. "Es handelt sich um Naturfasern", sagt Nicole Dorel, Sprecherin der Stadtverwaltung. Es bestehe kein Grund, die Strick-Kunst zu entfernen. Mitarbeiter der Stadt sind allerdings dabei, die zusätzlich angebrachten Hinweise auf die Internetseite des Aktionsbündnisses zu entfernen. Für die Werbung wäre eine Genehmigung erforderlich gewesen.

Das Aktionsbündnis meldet inzwischen einen weiteren prominenten Unterstützer. In einem Schreiben, das unter anderem an den Lübecker Bürgermeister, alle Fraktionen und die Ministerien ging, äußert sich der Präsident der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft, Prof. Dr. Dr. h.c. Peter A. Schmidt, kritisch gegenüber "einer geplanten Fällung von 48 Bäumen der Winter-Linde in Lübeck."

So heißt es in dem Schreiben: "In einem Jahr, in dem die Winter-Linde als Baum des Jahres 2016 besondere Würdigung in ganz Deutschland erfährt, vielerorts gepflanzt wird und im Zentrum von Veranstaltungen steht, will die Stadt Lübeck solch traurige Berühmtheit erlangen und dieser bedeutungsvollen Baumart die Anerkennung verweigern?!" Und weiter: "Sicher kann es Gründe für unterschiedliche Auffassungen zu konkreten Vorhaben geben. Bevor aber ein derartiger Kahlschlag, wie in Lübeck geplant, umgesetzt wird, müssen die Fakten dafür gründlich geprüft werden. Das uns bekannte Gutachten der Stadt Lübeck ist in dieser Hinsicht unzulänglich. Der Vizepräsident der DDG, Eike Jablonski, der Lübeck gut kennt („meine alte Heimatstadt“) und der Fachreferent der DDG für Gärten, Parks und städtisches Grün, Prof. Dr. Andreas Roloff, schließen sich dem Urteil an, dass das Gutachten der Stadt Lübeck offensichtlich nicht ausreichend fachkundig ist."

Arnim Gabriel vom Aktionsbündnis freut sich sehr über das Schreiben, "da es von höchster fachlicher Stelle den Eindruck unterstreicht, dass das von der Stadt Lübeck in Auftrag gegebene Baumgutachten lediglich den Zweck hatte, die Fällung der Winterlinden zu rechtfertigen."

Während die Experten sich zu Wort melden, sammelt das Aktionsbündnis weiter Unterschriften und ist guter Dinge. "Wir erhalten dabei auch ganz zauberhafte Unterstützung", nennt Alexandra Stauvermann vom Bündnis die Aktion von Baumpfleger Rüdiger Brand und Lübeckerinnen aus dem Kulturladen Buntekuh, die für die Bäume an der Untertrave in liebevoller Handarbeit Schmuck aus Wolle herstellten.

Autor: VG/Bündnis

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