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Montag,
der 25. September 2017






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20.03.2017 16.27


BUND: Streuobstwiesen müssen gepflegt werden

In Kooperation mit seinem Projektpartner Hanse-Obst e.V. hat der BUND in diesem Frühjahr zwei Schnittkurse durchgeführt und jeweils zwölf Ehrenamtliche in Theorie und Praxis geschult. Der praktische Kursteil mit Obstbaumschnitt fand auf einer vom BUND betreuten städtischen Streuobstwiese in Norderstedt statt und in Lübeck auf der "Humboldtwiese", einem Projekt von mehreren Vereinen und der Hansestadt.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Schleswig-Holstein e.V. weist darauf hin, dass Streuobstwiesen regelmäßig Pflegemaßnahmen benötigen, damit sie einen nachhaltigen Nutzen für Mensch und Natur erzielen. In seinem Projekt "Mehr als nur Obst - Netzwerk Streuobstwiesen Schleswig-Holstein" informiert der BUND über die ökologische Bedeutung von Streuobstwiesen und schult Ehrenamtliche in Bezug auf einen fachgerechten Schnitt von Streuobst. Zuletzt in zwei Kursen in Norderstedt und Lübeck. Erstmals wird mit dieser Aktion auch der kommunale und private Streuobstbestand - Obstalleen, einzelne Obstbäume in der Landschaft, Obstgärten und Obstwiesen - erfasst.

Obstbäume sind Kulturgüter, das heißt sie benötigen regelmäßig Pflege durch Schnittmaßnahmen, nicht nur in den ersten Lebensjahren. "Streuobstwiesen brauchen sowohl eine Beweidung oder Mahd des Unterwuchses als auch einen regelmäßigen Baumschnitt, der den Fruchtertrag der Bäume sichert und vor vorzeitiger Alterung schützt", betont Projektleiterin Birte Pankau vom BUND-Landesverband. "Eine fachgerechte Pflege gewährleistet, dass die Obstbäume nicht nur lange frisches und leckeres Obst liefern, sondern auch langfristig als Lebensraum für viele teilweise bedrohte Tiere und Pflanzen zur Verfügung stehen". Gut entwickelte und vernetzte Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Biotopen Mitteleuropas und können tausende Organismen beherbergen.

Die bundesweite Anzahl von Streuobstwiesen ist seit Mitte des vorigen Jahrhunderts aus wirtschaftlichen Gründen und im Zuge von Siedlungsausbreitungen um etwa 80 Prozent gesunken. Zu den heutigen Gefährdungen von Streuobstwiesen zählen vor allem fehlende Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen. Dies führt zur Überalterung der Bäume oder kann sogar den Zusammenbruch des gesamten Obstbestandes zur Folge haben. "Es ist nur sinnvoll, neue Streuobstwiesen in Kommunen anzulegen, wenn sowohl die langfristige Pflege als auch die Nutzung gewährleistet ist", so Pankau.

Das von der BINGO!-Umweltlotterie geförderte Projekt "Mehr als nur Obst – Netzwerk Streuobstwiesen Schleswig-Holstein" soll dazu beitragen, den Pflegezustand von bestehenden Streuobstwiesen zu verbessern. Zusätzlich möchte der BUND Bürgerinnen und Bürger mit Hilfe von Infomaterialien und Veranstaltungen für diese faszinierenden und artenreichen Biotope in unserer Heimat sensibilisieren und begeistern.

Autor: BUND

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