Please enable JavaScript!
Bitte aktiviere JavaScript!
S'il vous plaît activer JavaScript!
Por favor,activa el JavaScript!
antiblock.org

Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.
HL-live.de

Dienstag,
der 26. März 2017






Wille: BND täuschte beim Barschel-Fall

Der ehemalige Ministerpräsident Uwe Barschel wurde 1987 tot aufgefunden. Die Umstände wurden nie aufgeklärt. Am 1. August erscheint die dritte Auflage des Buches "Ein Mord, der keiner sein durfte" von Heinrich Wille, damaliger Leitender Oberstaatsanwalt. Er erhebt schwere Vorwürfe gegen den Bundesnachrichtendienst (BND). Der habe der Staatsanwaltschaft nicht alle Erkenntnisse zur Verfügung gestellt.

"Am 22. Dezember 1994 erklärte der damalige Chef des Bundeskanzleramts, Bundesminister Friedrich Bohl: Soweit im Zusammenhang mit dem Tod von Uwe Barschel bei den Nachrichtendiensten des Bundes Informationen eingegangen sind, wurden diese an die Staatsanwaltschaft Lübeck weitergegeben", berichtet Wille in der neuen Auflage. "Das war eine Lüge." Gegenüber der BILD-Zeitung habe der BND eingeräumt: "Im November 1987 erhielt der BND den Hinweis, dass eine angeblich der deutschen Mafia auf den Kanarischen Inseln angehörige Organisation namens 'The Long Arm of the Canary Islands' Herrn Dr. Dr. Uwe Barschel exekutiert haben soll." Diese Information sei aber erst sieben Jahre später an die Staatsanwaltschaft Lübeck weiter gegeben worden.

"Die Staatsanwaltschaft Lübeck hat im Jahr 1994 auf Ermittlungen im Bereich der Kanarischen Inseln verzichtet, in der Einschätzung geringer Erfolgsaussichten und der Annahme, dass hier sicherlich nicht entscheidende Spuren in diesem Verfahren aufgelaufen wären", erinnert sich Wille. "Dies wäre bei einer korrekten Information des BND voraussichtlich anders gewesen. Vor allem der Zeitpunkt November 1987, in unmittelbarer Nähe zur Tatzeit, hätte uns elektrisiert. Zudem hat es später im Verfahrensverlauf eine eigene Mafiaspur gegeben, über die öffentlich am wenigsten bekannt wurde." Außerdem gebe es eine zeitliche Lücke von zwei Stunden vor dem Abflug Barschels von Gran Canaria, die nie aufgeklärt werden konnte.

Weitere Zweifel hat Wille auch der Selbstmord-These. Alles spreche für eine "Beibringung flüssiger Stoffe", so Wille, der heute als Rechtsanwalt und Autor arbeitet. "Auf einen ernstzunehmenden Diskurs mit Befürwortern einer Suizidtheorie warte ich immer noch."

In der Neuauflage seines Buches erhebt Heinrich Wille schwere Vorwürfe gegen den BND. Foto: H.L.

In der Neuauflage seines Buches erhebt Heinrich Wille schwere Vorwürfe gegen den BND. Foto: H.L.


Text-Nummer: 115979   Autor: H.L./red.   vom 26.07.2017 15.34

Text teilen: auf facebook +++ Über Kontaktformular

Text ausdrucken. +++ Text ohne Bilder ausdrucken.


HL-live.de Flohmarkt

Nachrichten:
Polizei & Feuerwehr
Stadtgeschehen
Politik
Kultur & Theater
Wirtschaft
Sport
Veranstaltungskalender

Service:
Flohmarkt
Wetter
Notdienste
Stadtplan
Archiv
RSS und App
Newsletter

Werbung

Kontakt:
Meldung schicken
Veranstaltungs-Tipp
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz








Zur Ansicht für Mobiltelefone wechseln.