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16.10.2017 10.46


Das Handwerk bleibt auf Erfolgsspur

Das Jahr 2017 verläuft für das schleswig-holsteinische Handwerk weiterhin auf höchstem Niveau. Nach der bereits sehr positiven Handwerkskonjunktur in der ersten Jahreshälfte, übersteigen die Ergebnisse des III. Quartals diese noch einmal.

Auch im Vergleich zum Vorjahresquartal ergibt sich eine leichte Steigerung. So sprechen 58 Prozent der Betriebe, die sich an der landesweiten Umfrage beteiligten, von einer guten, 38 Prozent von einer befriedigenden und lediglich 4 Prozent von einer schlechten Geschäftslage (Vergleichszahlen III. Quartal 2016: 57 Prozent "gut", 37 Prozent "befriedigend", 6 Prozent "schlecht").

"Das Handwerk verzeichnet seit Jahren ein ungebrochenes Konjunkturhoch. Das hat einerseits mit der Zinsentwicklung der letzten Jahre und andererseits mit der guten Beschäftigungslage am Arbeitsmarkt zu tun, die das Konsum- und Investitionsverhalten der Verbraucher positiv beeinflusst und für volle Auftragsbücher sorgt", erklärt Günther Stapelfeldt, Präsident der Handwerkskammer Schleswig-Holstein, anlässlich der Veröffentlichung der Konjunkturumfrage für die Monate Juli bis September.

Die Ergebnisse aus den Kammerbezirken:
Das Gesamthandwerk im Bezirk der Handwerkskammer Lübeck (Städte Kiel, Lübeck, Neumünster; Kreise Herzogtum-Lauenburg, Ostholstein, Pinneberg, Plön, Segeberg, Steinburg, Stormarn) beurteilte seine wirtschaftliche Situation im zurückliegenden Betrachtungszeitraum wie folgt: 55 Prozent der Betriebe sprachen von einer guten, 40 Prozent von einer befriedigenden und 5 Prozent von einer schlechten Geschäftslage. Damit hat sich im Vergleich zum Vorjahresquartal die wirtschaftliche Situation im Kammerbezirk deutlich gebessert (Vergleichszahlen III. Quartal 2016: 50 Prozent "gut", 43 Prozent "befriedigend", 7 Prozent "schlecht").

Das Ausbauhandwerk bleibt nach wie vor der Spitzenreiter bei der Beurteilung der konjunkturellen Lage (69 Prozent "gut", 30 Prozent "befriedigend", 1 Prozent "schlecht"). Eine erhebliche Verbesserung im abgelaufenen Quartal verzeichnete auch dieses Mal wieder die Handwerke für den gewerblichen Bedarf (58, 34 und 8 Prozent).

Auch das Bauhauptgewerbe konnte die gute Geschäftslage aus dem Vorquartal bestätigen und meldet eine annähernd unveränderte Geschäftslage (57, 43 und 0 Prozent). Das personenbezogene Dienstleistungshandwerk verbesserte sich im Quartalsvergleich ebenfalls deutlich (31, 50 und 19 Prozent). Anders sieht die Situation im Kraftfahrzeughandwerk aus: Dort hat sich die konjunkturelle Lage zum Vorquartal leicht verschlechtert (23, 54 und 23 Prozent).

Nach dem merklichen Rückgang der guten Geschäftslage im II. Quartal konnte das Nahrungsmittelhandwerk erfreulicherweise nun wieder eine Verbesserung vermelden. Immerhin 40 Prozent der Betriebe melden eine gute, 47 Prozent eine befriedigende und 13 Prozent eine schlechte Geschäftslage. Den deutlichsten Rückgang musste in den Sommermonaten das Gesundheitshandwerk verkraften. Nur noch etwa jeder vierte Betrieb blickt auf eine gute Geschäftslage zurück (26, 63 und 11 Prozent).

Das Bauhauptgewerbe (Geschäftslagenbeurteilung: 65 Prozent "gut", 35 Prozent "befriedigend" und null Prozent "schlecht"), das Ausbaugewerbe (70, 30 und null Prozent), die Handwerke für den gewerblichen Bereich (53, 47 und null Prozent), das Kfz-Gewerbe (70, 30 und null Prozent) sowie die Nahrungsmittel- (50, 50 und null Prozent) und die Gesundheitshandwerke (50, 50 und null Prozent) zeichneten sehr gute Umfragewerte bei der Geschäftslage aus. Zufrieden – wenngleich im Branchenvergleich mit den schlechtesten Werten – urteilte auch das personenbezogene Dienstleistungsgewerbe (55 Prozent "gut", 27 Prozent "befriedigend" und 18 Prozent "schlecht").

Ausblick:
Zum Jahresende erwartet das Handwerk eine Konsolidierung auf weiterhin hohem Niveau. Trotz der bereits sehr guten Geschäftslage gehen 17 Prozent der befragten Betriebe von einer erneuten Verbesserung im IV. Quartal 2017 aus. 76 Prozent von ihnen schätzt die konjunkturelle Lage im Folgequartal ähnlich und nur 7 Prozent schlechter als zurzeit ein. Das Ausbau-, das Nahrungsmittel- und das Gesundheitshandwerk prognostizieren hierbei die meisten Zuwächse.

Autor: HWK

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