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Dienstag,
der 20. Februar 2018






Neues Innenleben hinter historischen Mauern

Was lange währt, wird endlich gut, sagt der Volksmund. Wenn es sehr gut werden soll, dauert es womöglich länger. Nach siebenjähriger Planungs- und Bauzeit wird am morgigen Reformationstag um 12 Uhr mittags das neu gestaltete Marienwerkhaus neben der Kirche St. Marien eingeweiht.



Einen Rück- und Einblick gaben am Montag, 30. Oktober, Marienpastorin Annegret Wegner-Braun und Architekt Matthias Homann. Im Jahr 2010 wurde nach einem Planer gesucht und mit dem Architekturbüro Tillmann und Homann gefunden. Durch Änderungswünsche für die Nutzung verzögerte sich die Ausführung, sagt Matthias Homann, der nach dem Ausscheiden seines Partners der alleinige Ansprechpartner der Mariengemeinde war.

2013 wurde schließlich der Bauantrag gestellt, sechs Monate später lagen die Genehmigungen vor. Schon vorher war mit der separat genehmigten Sanierung von Außenmauerwerk, Dach und Giebeln begonnen worden. Sie habe seinerzeit gemeint, Ende 2015 wieder einziehen zu können, sagt die Pastorin. Dabei habe sie sich gründlich verschätzt. Hinzu kamen Überraschungen, zum Beispiel die Notwendigkeit, einen großen Trafo für die Kirchenheizung unterzubringen. Der alte war nicht mehr genehmigungsfähig.

Ursprünglich sollten die Umbaumaßnahmen vorgenommen werden, ohne den Mietern zweier geräumiger Wohnungen kündigen zu müssen. Das erwies sich als unmöglich, da für die Entkernung des Gebäudes Wasser- und Stromleitung gekappt werden mussten. Auch der Einbau eines Fahrstuhls sowie der behindertengerechte Eingangsbereich waren Herausforderungen für die Planer.

Nun aber ist fast alles fertig, die Einteilung klar gegliedert. Im Erdgeschoss sind die Altentagesstätte mit Offenem Seniorentreff sowie die Seniorenakademie als Bildungsangebot zu Hause. Im ersten Obergeschoss sind die Büros der Gemeinde, der Mitarbeitenden sowie das Zentralbüro der Innenstadtkirchen untergebracht. Eine Etage höher befinden sich die Mietwohnungen und im Dachgeschoss eine Arztpraxis. Noch nicht betriebsbereit ist im Untergeschoss ein Restaurant.



Alte Teile wurden erhalten.

Insgesamt, so Pastorin Wegner-Braun, wollte man eine gastliche Verbindung von Kirche und Gemeindehaus erreichen. Immerhin kommen jährlich etwa 400.000 Besucher nach St. Marien. Architekt Homann steuerte Zahlen bei. Die Bruttogeschossfläche betrage 2.400 Quadratmeter, die Nutzfläche 1.700. Die reinen Baukosten werden mit etwa drei Millionen Euro beziffert. Hinzu kommt eine weitere Million für die zweckmäßige Einrichtung und Ausstattung. Summen, die nur aufgebracht werden konnten, weil die Possehl-Stiftung, die Deutsche Fernsehlotterie und der Kirchenkreis halfen.

In jedem Haus steckt ein anderes, sagte ein berühmter Architekt. Im Marienwerkhaus stecken gleich mehrere. Errichtet wurde der Bau 1539 über noch älteren Kellern. Der Name Werkhaus stammt daher, dass hier jahrhundertelang die Marienorganisten lebten, die gleichzeitig die Werkmeister waren. Das heißt, dass ihnen die Finanzverwaltung oblag.

Die heute bekannte Form erhielt das Gebäude 1903. Eine neue Gliederung, zumindest im Erdgeschoss, wurde in den 1970ern eingebaut. Nun also eine gründliche Modernisierung, bei der allerdings alte Teile, wie der Konfirmandensaal mit seinen neogotischen Fenstern erhalten blieben. Zur Einrichtung gehört übrigens auch eine kleine Orgel als Dauerleihgabe der Musik- und Kongresshalle, ein Instrument der dänischen Firma Marcussen. Auch wenn morgen erst gefeiert wird – das Marienwerkhaus ist seit Monaten in Betrieb, zum Beispiel fast täglich für die Arbeit mit Senioren.

Ein moderner Stil prägt den neuen Eingangsbereich. Fotos: TD

Ein moderner Stil prägt den neuen Eingangsbereich. Fotos: TD


Text-Nummer: 117971   Autor: TD   vom 30.10.2017 14.16

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