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der 22. Juni 2018






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31.10.2017 08.59


Reformations-Jubiläum feiern oder bedenken?

Am Dienstag wird erstmals bundesweit der Reformationstag gefeiert. HL-live.de Pastor Heinz Rußmann geht der Frage nach, ob die Reformation ein Tag nur zum Feiern ist. Die Spaltung der christlichen Kirche hat unter anderem den 30-jährigen Krieg in Europa ausgelöst.

Sollen wir die Reformation von Martin Luther, welche vor genau fünfhundert Jahren begann, heute feiern oder bedenken? Darüber haben wir mit christlichen Freunden gestern diskutiert.

Feiern können wir die neue Freiheit der Christen. Ein Christenmensch ist ein freier Herr aller Dinge und niemand untertan. Wir werden gerechtfertigt vor Gott ohne des Gesetzes-Werke, das heißt ohne berechnende gute Taten, allein durch den Glauben. Das hat Luther verkündet.

Feiern können wir den Beginn der Neuzeit mit Aufklärung von vielem Aberglauben. Kirche und Staat sind seitdem getrennt und frei, aber kollegial verbunden wegen der gleichen sozialen Aufgaben wie Alten- und Suchtfürsorge und den Religionsunterricht und vieles andere mehr.

Die von Luther gewollte soziale Marktwirtschaft hat bis heute die evangelischen Länder vergleichsweise wohlhabend gemacht: Tüchtige Menschen sollten für ihre besondere Arbeit und ihren Einsatz gerecht belohnt werden. Reiche aber sollten soviel für Arme abgeben, dass diese ausreichend leben können. Arbeit in einem Beruf entspricht nach Luther in dem göttlichen Auftrag für sich und die anvertrauten Menschen. Deutsche Jungen und Mädchen lernen seit der Reformation lesen und schreiben. Die Gottesdienste wurden in deutscher Sprache und nicht in Latein gehalten. Verantwortliche Freiheit und Toleranz wurden gefördert, ebenso wie die Kirchenmusik. Vor allem wurde die einheitliche deutsche Sprache, abseits der Mundarten und Dialekte verbreitet.

Das und noch viel mehr gibt Anlass zum Feiern. Unser Leben wäre ohne Luther viel rückständiger, unfreier, enger und unfroher.

Einige Christen aber sprachen sich gestern in der Diskussion dafür aus, die Auswirkungen der Reformation allseitig und umfassend heute zu bedenken. Schließlich haben damals die Bauern und Leibeigenen die Freiheit eines Christenmenschen einseitg veranwortungslos umgesetzt und haben einen Krieg gegen die Herrschenden ausgelöst.

Der evangelische Glaube zog wie ein Siegeszug zuerst durch ganz Europa und später durch Amerika.

Andererseits ergab sich der Zwist mit den katholischen Herrschern und Ländern und der furchtbare Dreißigjährige Krieg wütete 1618 bis 1648 in Europa.

Durch die Reformation wurde die evangelische und katholische Kirche bis heute leider getrennt. Etwa ein Sechstel der Menschheit ist katholisch, etwa ein Sechstel der Menschheit gehört einer der evangelischen Kirchen an.

Auf die Frage "Reformation feiern oder bedenken?" sagte mir Pastor Reinhard von Kries St. Stephanus: "Es gibt nur die Frage. Wo und wie können die Kirchen sich heute weiter reformieren, damit sie zur christlichen Enheit zusammenwachsen!"

Wie sehen Sie es, liebe Leserin, lieber Leser?

Ihr evangelischer HL-live.de Pastor Heinz Rußmann,

der als Leiter der ökumenischen Gesprächsgruppe Stephanus und Heilig-Geist Gemeinde dreißig Jahre darübr diskutiert hat und tausende Seiten der katholischen Randsiedler und Ketzer Drewermann, Küng und Teilhard de Chardin intensiv und gern gelesen hat.

Ihr Kommentar bitte per E-Mail an heinzrussmann@web.de

Autor: red.

Aus rechtlichen Gründen können wir Bilder nicht mehr zur Verfügung stellen.


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