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der 19. Februar 2018





Lübeck Erleben

Bilanz des Berufsberatungsjahres

Die Agentur für Arbeit hat am Donnerstag, 2. November, die Bilanz des Berufsberatungsjahres 2016/2017 für Lübeck und Ostholstein herausgegeben. Demnach gibt es weiterhin mehr Ausbildungsstellen als Bewerber.

Mit 3.598 gemeldeten Berufsausbildungsstellen bleibt das Angebot in Lübeck und Ostholstein weiterhin auf einem hohen Niveau. Der Arbeitsagentur Lübeck wurden im sogenannten Berufsberatungsjahr, das von Oktober 2016 bis September 2017 dauerte, 172 oder 4,6 Prozent weniger Stellen als im Vorjahreszeitraum zur Besetzung angeboten. Der Rückgang betrifft insbesondere außerbetriebliche Angebote in Bildungseinrichtungen. Das Angebot betrieblicher Ausbildungsstellen blieb so hoch wie im Vorjahr. Es haben sich wieder mehr junge Menschen für eine Ausbildung interessiert. 2.976 Bewerber/innen haben die Berufsberatung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz eingeschaltet, 327 oder 12,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit standen rein rechnerisch jedem Jugendlichen 1,21 Ausbildungsstellen (Vorjahr 1,42) zur Verfügung.

In Schleswig-Holstein waren es 0,94. Am Ende des Beratungsjahres waren noch 245 Bewerber/innen (-8 oder 3,2 Prozent) auf der Suche und 403 Stellen (+192 oder 91,0 Prozent) nicht besetzt, rechnerisch waren das 1,64 Ausbildungsstellen je Jugendlichem.

Bereits seit elf Jahren ist im Bezirk der Arbeitsagentur Lübeck das Angebot an Ausbildungsstellen höher als die Zahl der bei der Berufsberatung gemeldeten Jugendlichen. "Der Ausbildungsmarkt bleibt aus Sicht der Jugendlichen ein Bewerbermarkt mit einem vielfältigen Ausbildungsangebot und guten Chancen. Dennoch ist der weiterführende Schulbesuch nach wie vor im Fokus von vielen Jugendlichen. Dabei kann man auch mit einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung einen höheren allgemeinbildenden Abschluss erreichen. Auch für Abiturienten bietet eine anspruchsvolle Ausbildung oder ein duales Studium gute Karrieremöglichkeiten. Informieren Sie sich bei der Berufsberatung zu den Möglichkeiten, direkt beruflich durchzustarten", rät Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck.

Trotz der guten Gesamtsituation findet nicht jeder seine Wunschausbildung oder den Wunsch-Azubi. Es wird zunehmend schwieriger, die angebotenen Stellen zu besetzten. Das liegt einerseits an den gestiegenen Anforderungen der Berufsbilder, aber auch an den Vorstellungen der Jugendlichen und Betriebe. "Für die Jugendlichen, die noch keine Ausbildungsstelle gefunden haben, gehen die Vermittlungsbemühungen selbstverständlich weiter. Neben der Vermittlung in Ausbildung werden gemeinsam mit den jungen Menschen auch Alternativen wie zum Beispiel Einstiegsqualifizierungen gesucht. Während des Langzeitpraktikums können sich die Jugendlichen beweisen und den Betrieb von ihren Stärken überzeugen", so Dusch.

"Ich möchte allen Betrieben dankem, die uns ihre Ausbildungsstellen gemeldet haben. Es ist weitsichtig, in den eigenen Nachwuchs zu investieren und den künftigen Fachkräftebedarf zu decken. Seien Sie dabei offen für alle Potenziale, damit keine Ausbildungsstelle unbesetzt bleibt. Häufig wird manch junger Mensch auf den zweiten Blick zur ersten Wahl. Wir können zum Beispiel mit 'ausbildungsbegleitenden Hilfen' oder der 'Assistierten Ausbildung' - unserem kostenfreien Angebot an zusätzlichem Unterricht und sozialpädagogischer Begleitung – unterstützen", bietet Dusch Unternehmen an.

Bilanz im einzelnen
In der Hansestadt Lübeck wurden 2.121 Ausbildungsstellen zur Besetzung angeboten, 20 oder 1,0 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig haben 1.825 Bewerber/innen die Berufsberatung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz eingeschaltet, 85 oder 4,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit standen rein rechnerisch jedem Jugendlichen 1,16 Ausbildungsstellen zur Verfügung (Vorjahr 1,21). Am Ende des Beratungsjahres waren noch 171 Bewerber/innen auf der Suche und 187 Stellen nicht besetzt.

Nach einem starken Anstieg des Ausbildungsangebotes vor zwei Jahren, ging die Zahl der zur Besetzung angebotenen Ausbildungsstellen im Kreis Ostholstein auf 1.477 zurück. Das waren 192 oder 11,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang betrifft insbesondere außerbetriebliche Angebote in Bildungseinrichtungen. Das Angebot betrieblicher Ausbildungsstellen blieb auf dem hohen Niveau der Vorjahre.

1.151 Bewerber/innen haben die Berufsberatung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz eingeschaltet, 242 oder 26,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit standen rein rechnerisch jedem Jugendlichen 1,28 Ausbildungsstellen zur Verfügung (Vorjahr 1,84). Am Ende des Beratungsjahres suchten noch 74 Bewerber/innen einen Ausbildungsplatz und 216 Stellen waren nicht besetzt.

Rund ein Drittel aller Ausbildungsstellen wurden für Berufe in den Bereichen kaufmännische Dienstleistungen, Handel/Verkauf, Vertrieb sowie Tourismus/Hotel- und Gastgewerbe (1.115) angeboten. Ein weiterer Schwerpunkt war in Berufen der Produktion und Fertigung (815). In den Berufskategorien Gesundheit/Soziales wurden 330 und in Bauberufen 304 Ausbildungsplätze bereitgestellt.

Auch bei den Bewerber/innen zeigte sich eine Präferenz für Dienstleistungsberufe (779) sowie Fertigungsberufe (620). Für das Berufsfeld Gesundheit/Soziales interessierten sich 351 und für Bauberufe 215 Bewerber/innen.

Top 10 der Berufswünsche
Nach wie vor konzentrieren sich 52,4 Prozent der 1.165 Bewerberinnen und 40,2 Prozent der 1.811 Bewerber auf zehn Berufe. Bei den Bewerberinnen: Verkäuferin, Medizinische Fachangestellte, Kauffrau – Büromanagement, Kauffrau im Einzelhandel, Friseurin, Industriekauffrau, Zahnmed. Fachangestellte, Hauswirtschafterin, Verwaltungsfachang. (Kommunalverw.), Tiermed. Fachangestellte. Bewerber: Verkäufer, Kfz-Mechatroniker, Kaufmann – Bürokommunikation, Kaufmann im Einzelhandel, Fachlagerist, Fachinformatiker – Anwendungsentw., Tischler, Industriekaufmann, Maler/Lackierer, Koch.

Struktur der Bewerber/innen
Da der Anstieg bei jungen Männern (+13,6 Prozent), die sich bei der Berufsberatung für eine Ausbildungsstelle gemeldet haben, etwas höher ausfiel als bei jungen Frauen (+10,4 Prozent), ist der Anteil weiblicher Bewerber von 39,8 auf 39,2 Prozent gesunken und bei den männlichen Bewerbern von 60,2 auf 60,9 Prozent gestiegen.

284 junge Menschen hatten eine ausländische Nationalität. Das waren 104 (+57,8 Prozent) mehr als im Vorjahr.

Der Anteil Jugendlicher, die im aktuellen Berichtsjahr 2017 die Schule verlassen haben, ist mit 42,9 Prozent auf dem hohen Niveau des Vorjahres geblieben.

Dadurch lag auch der Anteil von jüngeren Bewerber/innen mit 53,0 Prozent ähnlich hoch wie letztes Jahr. 23,3 Prozent der Ausbildungssuchenden waren jünger als 18 Jahre und 29,7 Prozent waren 18 beziehungsweise 19 Jahre alt.

Die überwiegende Zahl der Jugendlichen, die sich bei der Berufsberatung meldeten, hatte einen Realschul- (37,6 Prozent) oder einen Hauptschulabschluss (33,7 Prozent). Eine Fachhochschul- oder Hochschulreife besaßen 23,3 Prozent.

Verbleib der Bewerber/innen
Mit 46,1 Prozent mündete nahezu die Hälfte der jungen Menschen, die mit Hilfe der Arbeitsagentur eine Ausbildungsstelle gesucht haben, in eine Berufsausbildung ein. Die andere Hälfte der Jugendlichen hat mit einem Schulbesuch, Studium, Freiwilligendienst (14,8 Prozent) sowie einer Fördermaßnahme (2,4 Prozent) begonnen oder selbst eine Ausbildung sowie Beschäftigung (28,4 Prozent) gefunden.

"Das Auswahlverfahren für 2018 ist in vollem Gang. Uns liegen bereits über 2.000 Ausbildungsstellen vor. Ob Anlagenmechaniker/in, Bankkaufmann/-frau, Gesundheits- und Krankenpfleger/in, IT-Systemelektroniker/in, Personaldienstleistungskaufmann/-frau, Verkäufer/in oder Zerspannungsmechaniker/in: Allein in Lübeck und Ostholstein werden 140 unterschiedliche Ausbildungsberufe angeboten, bundesweit sind es rund 350. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Nur wer sich gut informiert, kann sich richtig entscheiden. Ich empfehle ein ausführliches Beratungsgespräch in der Berufsberatung, um möglichst alle Aspekte eines Berufes zu berücksichtigen und auch interessante Alternativen kennen zu lernen. Kümmern Sie sich jetzt schon um eine Ausbildung für 2018. Je früher das passiert, umso besser sind die Chancen, den gewünschten Ausbildungsplatz zu bekommen", empfiehlt Dusch.

Einen Termin zur Berufs- und Studienberatung sollten Jugendliche schnellstmöglich unter der kostenfreien Hotline 080045555 00 oder im Internet vereinbaren.


Text-Nummer: 118055   Autor: Agentur für Arbeit   vom 03.11.2017 12.14

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