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08.11.2017 11.00


TÜV: Weniger Mängel an den Fahrzeugen

Mehr als 61 Prozent aller Autos, die im vergangenen Jahr an der TÜV-Station in Lübeck die Hauptuntersuchung absolviert haben, bekamen sofort eine neue Plakette mit zwei Jahren Gültigkeit. Bei mehr als 45 Prozent fanden sich sogar gar keine Mängel am Wagen.

Aber: 38,3 Prozent der Fahrzeuge hatten erhebliche Mängel. Sie mussten unverzüglich repariert werden, bevor nach einer Nachprüfung die TÜV-Plakette auf das hintere Kennzeichen geklebt werden konnte. Absolut verkehrsunsicher waren zwei Autos.

Und noch zwei Zahlen aus der TÜV Nord-Statistik, die jetzt veröffentlicht wurde: Das durchschnittliche Auto, das hier vor Ort an der TÜV-Station geprüft wurde, war 10,3 Jahre alt und hatte mehr als 116.000 Kilometer auf dem Tacho.

TÜV Nord-weit hat sich die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln schon zum vierten Mal hintereinander verringert – ein dauerhaft positiver Trend. In den Augen der TÜV-Sachverständigen ist dies der Beleg für die Wirksamkeit der unabhängigen und neutralen Hauptuntersuchung, die in der Regel alle zwei Jahre fällig ist und Fahrzeuge mit Mängeln in die Reparaturbetriebe schickt. Dadurch werden die Autofahrer angehalten, in einen guten technischen Zustand ihres Fahrzeugs zu investieren – zum Nutzen für die Sicherheit auf unseren Straßen.

Björn Seelig, der Leiter der TÜV-Station sagt: "Wir freuen uns über diese Entwicklung der Mängelquoten. Die Hersteller bauen schließlich gute Autos und legen auch Wert auf die Langzeitqualität. Zudem verstärken die Autohäuser und Werkstätten ihre Anstrengungen in Sachen Qualitätssteigerung. Die Autofahrer wiederum kümmern sich in Zeiten guter Wirtschaftslage mehr um Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge und nehmen fällige Termine zur Inspektion und Instandhaltung wahr. Wer sein Auto regelmäßig zu den empfohlenen Inspektionsterminen in einer guten Fachwerkstatt warten lässt, hat bei der Hauptuntersuchung weniger Mängel an seinem Fahrzeug und überdies mehr Freude an sicherer individueller Mobilität. Besonders freuen würde es uns aber auch, wenn der kurze Check der Beleuchtungsanlage vor Fahrantritt zur Regel wird."

Insgesamt ergibt sich in der TÜV-Statistik als Reihenfolge für die am häufigsten auftretenden Mängelgruppen "Licht und Elektrik", "Umweltbelastung", "Achsen, Räder, Reifen" und "Bremse". Je älter die Fahrzeuge bei ihrem TÜV-Termin sind, desto höher ist die Zahl derjenigen, die im ersten Anlauf keine Plakette bekommen.

Die durchschnittliche Laufleistung, die neben dem Alter auch als Grund für den Verschleiß und somit für Mängel anzusehen ist, liegt jetzt bei den Dreijährigen bei 50.123 Kilometern und bei den Elfjährigen bei 136.130 Kilometern auf dem Tacho.

Wer noch mit einer rosafarbenen Plakette für 2017 unterwegs ist, sollte sich bald einen Termin bei seinem TÜV geben lassen. Mit dem bevorstehenden Jahreswechsel ändert sich die Farbe der ‚fälligen‘ Plaketten von Rosa auf Grün und so ist zum Beispiel für Ordnungshüter schon farblich erkennbar, dass der TÜV-Termin überzogen wurde. Dann ist nach mehr als zwei Monaten ein Verwarnungsgeld fällig und ab dem achten Monat kommt noch ein Punkt in Flensburg hinzu.

Autor: TÜV/red.

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