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HL-live.de

Mittwoch,
der 21. Februar 2018






Besser reden durch Jesus

Ein stummer Mensch wurde von Jesus geheilt. So steht es im Predigttext für die evangelischen Kirchen an diesem Sonntag. "Wie kann man das heute verstehen, was kann man damit anfangen?", fragt HL-live.de Pastor Heinz Rußmann in seinen Gedanken zum Wochenende.

Stummer als sonst saßen wir am letzten Mittwoch anfangs im Lübecker Predigtvorbereitungs-Kreis zusammen, um diesen Text vertieft zu verstehen. Dann holte einer die Bibelauslegung des bekannten Theologen und Psychologen Eugen Drewermann hervor:

Es geht hier nicht um Magie, Zauberei oder Aberglauben. Vielmehr gilt: Sprechen lernen war für uns alle ein langer, schwieriger Weg. Wie oft haben wir als Kinder nur gelallt, dann Wörter falsch gebraucht oder haben auch mal etwas gestottert! Von anderen Kindergarten-Kindern und später den Klassenkameraden wurden wir manchmal deswegen ausgelacht. An meiner reinen Jungen-Schule später herrschte ein rauher Ton. Bei der Bundeswehr oder in Betrieben danach erst recht.

Besonders schlimm aber sind schon vorher gutmeinende, aber doch strenge Eltern, die ihre Kinder dauernd wie Hubschrauber umkreisen und ängstlich überwachen. Plötzlich haben sie die Kinder hart kritisiert, ja geschlagen und dabei gräßlich geschrien. "Halt den Mund! Was machst Du schon wieder! Hör auf!" Manche Menschen sind dadurch innerlich stumm geworden. Andere fingen an zu stottern.

Verbreitet ist, dass wir nicht frei und fröhlich, mit uns selbst identisch, geistreich und mitfühlend reden, sondern vorsichtig, reserviert und verhalten. Unsere eigentliche Meinung sagen wir nicht aufbauend für andere, sondern höflich verschlossen. Wie leicht können wir auch als Erwachsene etwas sagen, wofür wir ausgelacht werden und was unser Selbstbewusstsein angreift! Viele Menschen sind innerlich starr und stumm, während sie reden. Sie reden nur distanziert über Belanglosigkeiten und langweilen andere, und die unechten Gespäche verstummen bald. Nur mit lieben und verständigen, konstruktiv kritischen Menschen und Freunden kann man lange und ergibig reden. Frei reden vor anderen Menschen mögen viele nicht. Fast alle großen Redner brauchen auch ein Manuskript. Ein großer Redner trat mal aufs Podium, blätterte in seinen Papieren und sagte: "Leider habe ich meine Rede vertauscht. Ich komme gern ein anderes Mal wieder zu Ihnen."

Interessant war in unserem Bibel-Gespräch, dass ein anderer Pastor und ich über besonders viele Schwierigkeiten früher beim freien Vortrag sprachen. Vor Jahren als Student in Göttingen vor Mit-Studenten konnte ich nur zähneklappernd einen einfachen Bibeltext vorlesen. Auch die ersten Predigten und Seelsorge-Gespräche waren uns sehr schwer gefallen.

Jesus hatte auch die wunderbare Fähigkeit auf Menschen zuzugehen und mit ihnen heilsam zu reden. Er hat uns als Freund und Vorbild geholfen anzugehen gegen das belanglose oder verängstigte Reden und quasi Verstummen. Er konnte Worte sprechen, die unser verkrampftes Herz öffnen. Jesus gibt jedem genügend Freundschaft und Liebe und Anerkennung, so dass man Angst-frei auf Menschen zugehen kann. Der Kollege und ich wurden dadurch später recht anerkannte Prediger und Seelsorger.

Viel wichtiger ist, dass Jesus bei uns allen dieses Selbstbewußtsein und diese Gesprächsatmosphäre verbreiten kann. Seine Gnade erreicht uns und breitet sich aus. In den vielen Gesprächsgruppen meiner und anderer Gemeinden traf ich etliche Menschen, welche aus einer verborgen ängstlichen Stimmung heraus immer besser argumentieren konnten. Sie konnten auch auf andere Menschen zugehen und selbst Gemeindegespräche leiten.

Ganz allgemein wurden sie auch in ihrem Alltag und Beruf freier und freundlicher, sozialer und mitfühlender. Sie vergelten nicht böse Worte sofort mit noch gehässigeren Schnacks, sondern geben sachlich zu verstehen, dass sie so nicht behandelt werden möchten. Auch das Bespötteln der Gläubigen durch Menschen, die bisher noch nicht an Gott glauben können, ertragen sie lässig und angstfrei. Sie machen freundlich deutlich, dass sie auf Verständigung und Frieden aus sind als Nachfolger von Jesus. Jesus öffnet uns Herz und Mund und Sinn, Jesu Geist zu verkündigen.

Ich wünsche Ihnen viele gute Gespräche und Diskussionen auch über seelsorgerliche und religiöse Themen mit dem Geist Jesu. Dabei können Ihre tiefsinnigen Fragen neue hilfsreiche Antwort finden.

Ihre Fragen beantwortet durch eine e-mail heinzrussmann@web.de

Ihr HL-live.de Pastor Heinz Rußmann
mit ermutigenden Wünschen

Heinz Rußmann geht in seinen Gedanken zum Wochenende auf die Probleme beim freien Sprechen ein.

Heinz Rußmann geht in seinen Gedanken zum Wochenende auf die Probleme beim freien Sprechen ein.


Text-Nummer: 118246   Autor: red.   vom 11.11.2017 13.09

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