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HL-live.de

Montag,
der 19. Februar 2018






Weiher stellt Kultur- und Wissenschaftsoffensive vor

Am 19. November werden die Wählerinnen und Wähler in Lübeck in einer Stichwahl über ihr neues Stadtoberhaupt entscheiden. Gegen den Kandidaten der SPD tritt die parteilose Kathrin Weiher an, die von CDU, Grünen, BfL, Die Linke und FDP unterstützt wird. Kathrin Weiher stellte am Montag ihre Kultur- und Wissenschaftsoffensive "für eine attraktive Stadt" vor.


Kathrin Weiher stellte das Programm zusammen mit den Vertretern der unterstützenden Parteien vor.

Zum Hintergrund erläutert Kathrin Weiher:

(")Der Kandidat der SPD will offenbar die Bürgermeisterwahl allein mit dem Thema Stadtteilbüros gewinnen. Durch die stadtweite Plakatierung erweckt er den falschen Eindruck, in jedem Stadtteil solche Büros einführen zu wollen. Natürlich muss die Stadt die Herausforderungen bei den Meldeämtern in den Griff bekommen. Die Menschen erwarten das zu Recht von einer funktionierenden Verwaltung. Allerdings greift die starke Fokussierung auf dieses eine Thema viel zu kurz. Für die Zukunft der Stadt sind andere Themen ebenso wichtig.

Deshalb spitze ich heute mein Programm im Bereich Kultur zu. Für die Verbesserung des Investitionsklimas in der Stadt habe ich als erste Kandidatin Vorschläge im Wahlkampf unterbreitet. Wenn Menschen entscheiden, wo sie sich niederlassen, spielt immer häufiger das Kulturangebot eine Rolle. Deswegen hat das auch für die Unternehmen in der Region eine zunehmende Bedeutung. Denn Unternehmen müssen in Zeiten des Fachkräftemangels um junge Arbeitskräfte konkurrieren.

Zudem sind Kulturangebote wichtiger Faktor bei der Steigerung der Attraktivität der Stadt für den Städtetourismus. Kultur kommt vor allem aber auch den Bürgerinnen und Bürgern der Hansestadt zugute!

Lübeck zählt schon heute zu den attraktivsten Städten in Norddeutschland, aber Lübeck kann noch mehr. Dafür werde ich als Bürgermeisterin eine Kultur- und Wissenschaftsoffensive starten, die ich mit vielen Partnern und den Bürgerinnen und Bürgern umsetzen werde.(")

Das Programm

Punkt 1: Profil des Campus erweitern

Lübeck wird als Wissenschaftsstandort weiter entwickelt. Dazu gehört eine Erweiterung des Profils. Ich möchte das Zentrum für kulturpolitische Forschung ebenso wie die Fachhochschule anreichern. Ich denke dabei beispielsweise an eine Ethikprofessur. Daneben strebe ich eine Ergänzung bestehender naturwissenschaftlicher Angebote um den Aspekt ihrer Wissensvermittlung (Pädagogik) an. Mit dem Land werde ich, gemeinsam mit den genannten Institutionen und der Universität Gespräche dazu aufnehmen.

Hochschul- und Forschungspolitik ist zwar Sache des Landes bzw. des Bundes. Auf kommunaler Ebene werden aber die entscheidenden Rahmenbedingungen festgelegt, die Forschung, Wissenschaft und Wissenstransfer überhaupt erst möglich machen. In der Wahrnehmung der Studierenden kommt es neben optimalen Forschungs-, Wohn- und Arbeitsbedingungen insbesondere auch auf das kulturelle Angebot an. Die Attraktivität eines Standortes entscheidet letztlich darüber ob es gelingt die besten Köpfe nach Lübeck zu holen. Und hier möchte ich wichtige Impulse setzen.

Punkt 2: Hochschulen und Wirtschaft besser verzahnen

Die Lübecker Hochschulen bieten ein enormes Kreativitäts- und Innovationspotenzial. Um dieses für die Region noch stärker nutzbar zu machen, werde ich das Wissenschaftsmanagement weiter entwickeln und stärker mit der Wirtschaftsförderung verzahnen. Zudem möchte ich über einen Gründer-Stammtisch der Stadt in Kooperation mit den Hochschulen, der IHK und dem Technik Zentrum Lübeck gezielt junge Hochschulabsolventen und -absolventinnen dafür gewinnen, ihre Ideen mit Unternehmensgründungen in Lübeck zu verwirklichen.

Punkt 3: Kultur in die Stadtteile bringen

Kultur wird in die Stadtteile kommen. Die Förderung freier Kulturangebote soll auf 300.000 Euro verdoppelt werden. Statt mit dem Gießkannenprinzip sollen konkrete Projekte gefördert werden, die Angebote außerhalb der Innenstadt entwickeln, zum Beispiel an ungewöhnlichen Orte wie "Kino im Freibad Schlutup" oder "Kunst und Kultur auf Gütern, auf Höfen, am Strand und in Parks". Weiterer Fördergrund soll die Kooperation von Kulturangeboten mit Schulen sein. Dabei sind mir auch Aspekte der interkulturellen Kulturarbeit ausgesprochen wichtig, denn sie sind wichtige Bausteine für ein friedliches Zusammenleben.

Punkt 4: Völkerkundesammlung sichtbar machen

Da ich es für unrealistisch halte, eine Völkerkundemuseum wiederzueröffnen, strebe ich andere Formen der Sichtbarmachung an. Die Bestände der 2007 geschlossenen Völkerkundesammlung sollen stärker sichtbar gemacht werden, indem sie dezentral präsentiert werden, zum Beispiel im Holstentor, den anderen Museen der Stadt und weiteren Orten, zum Beispiel der Synagoge nach Abschluss der Sanierungsarbeiten. Insbesondere soll eine gute personelle Betreuung der Sammlung dauerhaft abgesichert werden.

Punkt 5: Weltkulturerbezentrum einrichten

Lübeck braucht ein Zentrum zur Information über das Weltkulturerbe. Denn immer mehr Menschen kommen ganz gezielt wegen des Welterbetitels in unsere Stadt. Als mögliche Standorte werde ich die Vorhalle zum Heiligen-Geist-Hospital, ein Objekt in der Königstrasse, eine Möglichkeit im Gründungsviertel und einen Standort auf den Wallhalbinseln prüfen.

Punkt 6: Realisierung Umweltbildungszentrum

Der Umbau des Museums für Naturkunde zu einem Umweltbildungszentrum als Infozentrum und Diskussionsforum, der schon seit 2012 von der Bürgerschaft gewünscht wird, soll vollzogen werden. Es kann Anlaufstelle für Fragen rund um Nachhaltigkeit, Umwelt ,Klima und Natur sein. Als Lernort außerhalb der Schule soll es Angebote für Bildungseinrichtungen von der Kita bis zur Hochschule mit anderen Einrichtungen gemeinsam entwickeln.

Kathrin Weiher: "Diese Ideen werde ich im Laufe meiner Amtszeit von sechs Jahren als Bürgermeisterin realisieren, damit Lübeck in der Kultur- und Wissenschaftspolitik in die Offensive geht. Zur Finanzierung werde ich Fördermittel des Landes und der Europäischen Union ebenso einwerben, wie Fördermittel von Stiftungen und anderen Dritten. Die notwendigen Personalstellen für das Welterbezentrum, die Völkerkundesammlung und das Umweltbildungszentrum werde ich durch Optimierung von Verwaltungsprozessen finanzieren. Eine Zunahme von Verwaltungsstellen insgesamt soll damit nicht verbunden sein."

Kathrin Weiher stellte am Montag ihr Programm für eine Kultur- und Wissenschaftsoffensive vor. Fotos: Harald Denckmann

Kathrin Weiher stellte am Montag ihr Programm für eine Kultur- und Wissenschaftsoffensive vor. Fotos: Harald Denckmann



Hier hören Sie den Originalton:  

Text-Nummer: 118289   Autor: Team Weiher   vom 13.11.2017 13.09

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