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Sonntag,
der 18. Februar 2018





Lübeck Erleben

Wirtschaft fordert Wohnungskoordinator für Lübeck

Die norddeutsche Wohnungswirtschaft hat einen Wohnungsbaukoordinator für die Hansestadt Lübeck gefordert. "Seit dem vergangenen Jahr hat es in der Stadt bemerkenswerte Erfolge beim Bau bezahlbarer Wohnungen gegeben", sagt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW). "Allerdings darf die Politik trotz dieser ersten Erfolge nicht nachlassen."

"Noch immer dauern die Baugenehmigungsverfahren zu lange, gibt es zu viele Auflagen und kommen die Grundstücke zu schleppend an die Unternehmen", sagt Breitner. "Ein Wohnungsbaukoordinator könnte hier viel Gutes bewirken. Allerdings müsste er mit ausreichend Kompetenzen ausgestattet und direkt dem Lübecker Bürgermeister unterstellt sein."

Ende der vergangenen Woche hatte die Zeitschrift "Wirtschaftswoche" ihr Städteranking 2017 veröffentlicht. Das Ranking vergleicht den Status quo (Niveauranking), die Entwicklung (Dynamikranking) und die Zukunftsfähigkeit (Zukunftsindex) von 70 deutschen Großstädten. In puncto Wohnungsbau schnitt Lübeck von den norddeutschen Kommunen am schlechtesten ab und belegte den letzten Platz.

"Allerdings stellen die Untersuchungsergebnisse, die auf Daten der Jahre zwischen 2011 und 2015 beruhen, nur die halbe Wahrheit dar", sagt Breitner weiter. In den vergangenen beiden Jahren habe sich in Lübeck viel getan, und der Mietwohnungsbau erlebe einen bemerkenswerten Aufschwung. "Lübeck gewährt Investoren einen Preisnachlass auf städtische Grundstücke von bis zu 60 Prozent, wenn darauf Sozialwohnungen errichtet werden", sagt Breitner. "Damit ist die Stadt für viele andere Kommunen Vorbild."

Nach den Worten von Matthias Rasch, Geschäftsführer der Grundstücks-Gesellschaft TRAVE mbH, tut die Hansestadt alles, um Grundstücke für den Bau von Wohnungen bereit zu stellen. "Allerdings liegt der Teufel oft im Detail, wenn bei großen Grundstücken Baurecht geschaffen werden soll. Die Investoren benötigen die Sicherheit, dass sie auch das, was ausgeschrieben wurde, bauen dürfen", sagt Rasch.

Marcel Sonntag, Vorstand der Neue Lübecker Norddeutsche Baugenossenschaft eG, mahnt "mehr Mut zu Aufstockung und Verdichtung an". Straffere Zeitabläufe und eine partnerschaftliche Entwicklung von Flächen "auf Augenhöhe" seien ebenfalls sinnvoll. Dafür sei ein Wohnungsbaukoordinator die richtige Person. "Eine flexible Quote für gefördertes Wohnen schafft mehr Projekte", sagt Sonntag.

Die sogenannte Verbilligungsrichtlinie war in Lübeck im Jahr 2016 in Kraft getreten. Erste Ergebnisse lassen hoffen: neun Grundstücke wurden auf diese Weise vergeben. Auf den Grundstücken sollen 222 geförderte Wohnungen entstehen. Im kommenden Jahr sollen vier weitere Grundstücke für den sozialen Wohnungsbau hinzukommen.

"Lübeck ist eine wachsende Stadt und verfügt über relativ viel Fläche", sagt Breitner. "Zudem gibt es vier Genossenschaften und ein kommunales Wohnungsunternehmen, denen die Schaffung bezahlbaren Wohnraums am Herzen liegt - die idealen Partner für einen Wohnungsbaukoordinator. Ein gutes Beispiel war das Projekt Baggersand. Wohnungswirtschaft und Stadt hatten bei dem Projekt auf der Basis eines städtebaulichen Wettbewerbs gemeinsam die Inhalte eines Bebauungsplans erarbeitet. Damit waren zum Kaufzeitpunkt alle inhaltliche strittigen Fragen geklärt."

Die Wohnungswirtschaft fordert, den Bau neuer Wohnungen in Lübeck zur Chefsache zu machen. Foto: RB

Die Wohnungswirtschaft fordert, den Bau neuer Wohnungen in Lübeck zur Chefsache zu machen. Foto: RB


Text-Nummer: 118666   Autor: VNW   vom 28.11.2017 20.19

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