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Sonntag,
der 18. Februar 2018





Lübeck Erleben

Erste Saisonmeldungen auf dem Arbeitsmarkt

Die Agentur für Arbeit hat am Donnerstag, 30. November, die aktuellen Arbeitsmarktzahlen veröffentlicht. Im Bezirk der Arbeitsagentur Lübeck, der die Hansestadt Lübeck und den Kreis Ostholstein umfasst, ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat angestiegen und zum Vorjahr zurückgegangen.

Das Saisonende lässt die Arbeitslosigkeit erwartungsgemäß in der Tourismusregion Ostholstein und hier insbesondere bei der Arbeitsagentur ansteigen.

"Trotz erster Saisonmeldungen ist die Arbeitslosigkeit so niedrig wie zuletzt 1981. Diese positive Entwicklung und den 'Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung' am 3. Dezember möchte ich zum Anlass nehmen und für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit einer Einschränkung am Arbeitsmarkt werben. Zurzeit sind 809 Menschen mit einer Schwerbehinderung in Lübeck und Ostholstein arbeitslos gemeldet. Oft müssen sie gegen Vorbehalte und Vorurteile kämpfen, die sich auf ihre Beschäftigungschancen auswirken. In vielen Fällen ist die Einschränkung überhaupt nicht sichtbar und darüber hinaus die Berufsausübung nicht oder nur in geringem Ausmaß beeinträchtigt. Lassen Sie sich über das vorhandene Potenzial informieren und zu den Fördermöglichkeiten beraten", bietet Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Lübeck, Personalverantwortlichen an.

Insgesamt waren in Lübeck und Ostholstein 14.733 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 437 (3,1 Prozent) mehr als im Vormonat und 666 (4,3 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen stieg um 0,2 Prozentpunkte zum Vormonat an und ging um 0,4 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 6,8 Prozent zurück. Im November 2017 wurden 890 Stellen neu zur Besetzung angeboten, 119 oder 11,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Dennoch bleibt die Arbeitskräftenachfrage hoch. Ende des Monats wurden für 4.145 Stellen noch Arbeitskräfte gesucht, 412 oder 11,0 Prozent mehr als im November 2016.

Im Rechtskreis SGB III (Betreuung durch die Agentur für Arbeit) lag die Zahl der Arbeitslosen bei 4.512, das sind 633 (16,3 Prozent) mehr als im Vormonat und 376 (9,1 Prozent) mehr als im Vorjahr. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote lag bei 2,1 Prozent.

Im Rechtskreis SGB II (Betreuung durch die Jobcenter) gab es 10.221 Arbeitslose. Das ist ein Minus von 196 (1,9 Prozent) gegenüber Oktober 2017 und von 1.042 (9,3 Prozent) gegenüber November 2016.

Der Anstieg bei der Arbeitsagentur und der Rückgang bei den Jobcentern beruht teilweise auf einer Gesetzesänderung. Arbeitnehmer, die bislang zu ihrem Arbeitslosengeld aufstockend Grundsicherungsleistungen erhalten haben und statistisch den Jobcentern zugerechnet wurden, werden seit Anfang des Jahres in der Arbeitslosenversicherung geführt und betreut.

Neben dem gesetzlich definierten Kreis der Arbeitslosen gibt es weitere Menschen, die ohne Beschäftigung sind. Sie werden unter dem Begriff der Unterbeschäftigung erfasst und monatlich veröffentlicht, um den Arbeitsmarkt transparent zu machen. Die Unterbeschäftigung stellt damit das gesamte Defizit an regulärer Beschäftigung dar. Hier werden neben den Arbeitslosen beispielsweise Personen in Qualifizierungsmaßnahmen oder Arbeitsgelegenheiten, Krankgeschriebene, geförderte Existenzgründer oder Arbeitsuchende mit Vorruhestandsregelungen ausgewiesen. Insgesamt 20.890 Personen befanden sich im November 2017 in der Unterbeschäftigung. Die Zahl der Unterbeschäftigten ist in den letzten zwölf Monaten um 824 Personen oder 3,8 Prozent gesunken.

Arbeitsmarkt Regional
Im Vergleich zum Vormonat gab es einen Saisonanstieg in den Ostholsteiner Dienststellen. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit in allen Dienststellen des Agenturbezirkes zurück. In der Hansestadt Lübeck waren Ende Oktober 2017 9.242 Arbeitslose gemeldet, 119 (1,3 Prozent) weniger als vor einem Monat und 214 (2,3 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkte zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 8,2 Prozent zurück.

Unter den kreisfreien Städten verzeichnet die Hansestadt weiterhin die niedrigste Quote. 2.258 Arbeitslose und damit 85 (3,9 Prozent) mehr als im Vormonat und 353 (18,5 Prozent) mehr als im Vorjahr waren dem Rechtskreis des SGB III (Betreuung durch die Arbeitsagentur) zuzuordnen.

Beim Jobcenter Lübeck (Rechtskreis SGB II) fiel die Arbeitslosigkeit erstmals unter die 7.000-Grenze. Ende November 2017 waren 6.984 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, 204 (2,8 Prozent) weniger als im Oktober 2017 und 567 (7,5 Prozent) weniger als im November 2016.

Der Anstieg bei der Arbeitsagentur und der Rückgang bei den Jobcentern beruht teilweise auf einer Gesetzesänderung. Arbeitnehmer, die bislang zu ihrem Arbeitslosengeld aufstockend Grundsicherungsleistungen erhalten haben und statistisch den Jobcentern zugerechnet wurden, werden seit Anfang des Jahres in der Arbeitslosenversicherung geführt und betreut. Im Kreis Ostholstein waren Ende November 2017 5.491 Arbeitslose gemeldet, ein Anstieg zum Vormonat um 556 oder 11,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren 452 (7,6 Prozent) Arbeitnehmern weniger von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent und lag um 0,5 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr.

2.254 Arbeitslose wurden bei den Arbeitsagenturen in Ostholstein im Rechtskreis des SGB III betreut, 548 (32,1 Prozent) mehr als im Oktober 2017 und 23 (1,0 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Das liegt unter anderem daran, dass nach mehreren Saisonbeschäftigungen ein Anspruch auf das Arbeitslosengeld I erworben werden konnte und nun die Betreuung durch die Arbeitsagentur erfolgt. Im Vorjahr benötigten die Arbeitnehmer noch Leistungen des Jobcenters.

Beim Jobcenter Ostholstein (Rechtskreis SGB II) waren 3.237 Arbeitslose gemeldet, das waren 8 (0,2 Prozent) mehr als im Vormonat und 475 (12,8 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Im Bezirk der Arbeitsagentur Timmendorfer Strand ist die Arbeitslosigkeit von Oktober 2017 auf November 2017 um 84 (13,7 Prozent) auf 696 Personen angestiegen. Das waren 80 (10,3 Prozent) Frauen und Männer weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 4,5 Prozent (Vorjahr 5,0 Prozent). Dabei meldeten sich 233 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 149 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im Oktober 74 neue Stellen.

Die Agentur für Arbeit veröffentlichte am Donnerstag die aktuellen Arbeitsmarktzahlen.

Die Agentur für Arbeit veröffentlichte am Donnerstag die aktuellen Arbeitsmarktzahlen.


Text-Nummer: 118700   Autor: Agentur für Arbeit   vom 30.11.2017 10.00

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