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Lübeck Erleben

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01.12.2017 11.02


Lübecks größte Investition seit Jahrzehnten

Auch wenn die Bürgerschaft am Donnerstagabend nicht zugestimmt hat: Am Freitag, 1. Dezember 2017, fiel der Startschuss zum Ausbau des 2. Bauabschnittes des Skandinavienkais mit zusätzlichen Flächen für den RoRo-Umschlag und der Errichtung von Multifunktionshallen für gedeckte Ladung.



Die Freigabe erfolgte durch Bernd Saxe, Bürgermeister der Hansestadt Lübeck, Joanna Glogau, Bausenatorin der Hansestadt Lübeck, Prof. Dr. Sebastian Jürgens, Geschäftsführer der LHG sowie Knut Hansen, Geschäftsführer von Stora Enso Logistics, als Vertreter eines neuen Großkunden am Skandinavienkai, der die Anlagen für mindestens fünf Jahre nutzen wird. Außerdem dabei: LHG-Aufsichtsrat Uwe Lüders.

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Der Hauptausschuss der Lübecker Bürgerschaft hat am Dienstag den Beginn des Ausbaus freigegeben. Die Bürgerschaft hatte am Donnerstagabend keine Zeit mehr, das Projekt zu behandeln. Bürgermeister Bernd Saxe sagte: "Das ist ein guter Tag für Lübeck und für den Hafen. Die Stadt legt mit der Bereitstellung der Investitionsmittel ein deutliches Bekenntnis zum Hafen und zur LHG ab. Nach der Einigung im Tarifkonflikt ist die Freigabe zum Ausbau des Skandinavienkai ein weiteres starkes Signal in den Markt und für den Erhalt von zukunftssicheren Arbeitsplätzen."

Auf dem ab kommendem Jahr zu erschließenden Gelände sollen in einem ersten Teilabschnitt auf rund 8,6 Hektar, neben Aufstell- und Verkehrsflächen, eine Multifunktionshalle für Forstprodukte von 25.000 Quadratmeter Größe sowie eine rund 5.000 Quadratmeter große Fährhalle errichtet werden. Mit der Fertigstellung wird im Herbst 2019 gerechnet. Für die Erdarbeiten - der Baugrund liegt auf einem Hügel und es müssen rund 1,4 Millionen Kubikmeter Boden bewegt und abgefahren werden-, die Entwässerungsleitungen und für die Flächenbefestigung mit den erforderlichen Tragschichten in allen drei Teilflächen mit insgesamt 105.000 Quadratmeter, sind 39,2 Millionen Euro veranschlagt worden. Hierfür hat die Hansestadt Lübeck Fördermittel beim Land beantragt. Die Halleninvestitionen sind mit rund 16,5 Millionen Euro für die ersten beiden Hallen veranschlagt. Für die dritte Halle, die ab 2020 gebaut werden soll, sind weitere 10,6 Millionen Euro veranschlagt.

Der Skandinavienkai soll nach den Vorstellungen der Stadt mittelfristig zu einem trimodalen Multifunktionsterminal ausgebaut werden. Joanna Glogau: "Mit dem Ausbau der Fläche und dem Bau der Hallen schaffen wir ein neues Angebot für die Kunden des Hafens. Mit dieser Maßnahme, es ist die größte Investition in den Hafen seit 2004, setzen wir ein deutliches Aufbruchsignal für den Lübecker Hafen."

Sebastian Jürgens: "Mit dem Ausbau erhalten wir Handlungsspielraum für neue Geschäftsfelder. Mit den geplanten Hallen sowie weiteren Trailerstellplätzen bieten wir den Kunden des Lübecker Hafen gute Entwicklungsperspektiven am Terminal Skandinavienkai."

Die von vielen erhoffte Straße am Skandinavienkai entlang nach Travemünde wird es nicht geben. Laut Hafenbehörde gibt es einen Planfeststellungsbeschluss für einen neuen Güterbahnhof in diesem Bereich, der auch kurzfristig gebaut werden könnte.

Autor: Presseamt Lübeck/red.

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