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der 22. Juni 2018






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12.12.2017 10.27


Lesung und Gespräch mit Nino Haratischwili

Kommunismus und heiße Schokolade: Beides bringt die Autorin und Regisseurin Nino Haratischwili in ihrem Familienroman "Das achte Leben (Für Brilka)" auf bemerkenswerte Weise zusammen. Am Freitag, 15. Dezember, liest die gebürtige Georgierin auf Einladung des Buddenbrookhauses bei BoConcept Lübeck aus ihrem außergewöhnlichen Roman.

Die preisgekrönte Autorin und Regisseurin wurde 1983 in Tbilissi (Georgien) geboren, lebt derzeit in Hamburg und schreibt auf Deutsch. Ihr Romandebüt "Juja" (2010) war auf der Longlist des Deutschen Buchpreises sowie auf der Shortlist des ZDF-aspekte-Literaturpreises zu finden und gewann 2011 den Debütpreis des Buddenbrookhauses. Für "Das achte Leben (Für Brilka)", erschienen 2014, erhält sie den Literaturpreis des Kulturkreises der Deutschen Wirtschaft und den Anna Seghers-Preis sowie ein Grenzgänger-Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung für ihre Recherchen in Russland und Georgien. 2017 bringt die Regisseurin Jette Steckel den Roman am Hamburger Thalia Theater als Uraufführung auf die Bühne – mit herausragendem Erfolg.

Auf knapp 1.300 Seiten erzählt Nino Haratischwilis Familienroman von acht außergewöhnlichen Schicksalen und rund einem Jahrhundert georgischer Geschichte – angefangen bei der Oktoberrevolution bis zum Zerfall der Sowjetunion. Die Geschichte beginnt in Georgien im Jahr 1900: Mit der Geburt Stasias, der Tochter eines angesehenen Schokoladenfabrikanten, öffnet epochale Roman, und erstreckt sich von dort über sechs Generationen, stets begleitet von einem geheimnisvollen, Fluch bringenden Schokoladenrezept. Stasia wächst in der wohlhabenden Oberschicht auf und heiratet bereits in jungen Jahren den Weißgardisten Simon Jaschi, der am Vorabend der Oktoberrevolution nach Petrograd versetzt wird. Als Stalin an die Macht kommt, sucht Stasia mit ihren beiden Kindern Kitty und Kostja in Tbilissi Schutz bei ihrer Schwester Christine, die bekannt ist für ihre atemberaubende Schönheit. Doch als der Geheimdienstler Lawrenti Beria auf sie aufmerksam wird, hat das fatale Folgen...

Im Anschluss an die Lesung spricht Dr. Birte Lipinsi, Leiterin des Buddenbrookhauses, mit Nino Haratischwili über die Themen Familie, Fluch und Fluchtpunkt. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 und endet etwa um 21 Uhr. Die Lesung findet bei BoConcept Lübeck, Dr.-Julius-Leber-Straße 3-7, statt. Karten können im Museum für acht Euro (ermäßigt sechs Euro) erworben werden.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit BoConcept Lübeck statt.

Autor: Lübecker Museen

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