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14.12.2017 17.34


Durch dieses Fernglas blickte schon Thomas Mann...

Eine kleine Feierstunde gab es am Donnerstag im Maritim Travemünde. Der Verein für "Kunst und Kultur zu Travemünde" hat einen neuen Standort für das Fernglas gefunden, das nach dem Krieg von einem alten Mann auf der Promenade aufgestellt wurde. Auch Thomas Mann nutzte es bei einem Besuch im Jahr 1953.



Lange währte die Suche nach einem würdigen und sicheren Standort für das historische Fernglas, das in den 1950er Jahren auf der Travemünder Strandpromenade mit Hauptblickrichtung zum Priwall und zur seinerzeit etwas unheimlich anmutenden sogenannten "Sowjetisch besetzten Zone" für jedermann zur entgeltlichen Nutzung stand – unter der Obhut eines älteren Herrn mit weißer Schirmmütze, wie vielen alten Travemündern und Touristen noch bekannt ist.

Es war eine Attraktion, die auch Kindern mithilfe eines kleinen Hockers bereitstand. Selbst Lübecks Nobelpreisträger Thomas Mann zeigte sich sehr interessiert und erlaubte sich einen Durchblick. Darüber gibt es ein Foto, das auch den Einband des Buches "Eine Liebe fürs Leben" von Volker Hage (S. Fischer-Verlag) ziert; ein Buch, das die Liebe Manns zu Travemünde, seinem Kindheitsparadies, vor nunmehr über 100 Jahren eingehend schildert.

Diese Zusammenhänge machen das Seefernglas zu einem kulturhistorischen Objekt. Dies hat den Verein für Kunst und Kultur zu Travemünde veranlasst, das ihm von dem Ehepaar Wolff-Werner aus Warendorf überlassene Fernglas, das dieses aus einem Abbruch eines Travemünder Hauses erworben hatte, wieder für jedermann sichtbar und zugänglich zu machen. Überlegungen zur Aufstellung an ursprünglicher Stelle mussten aus Sicherheitsgründen verworfen werden, auch eine Einhausung aus Glas zum Schutz dieser – auch optisch wertvollen – Reminiszenz gegen negative Witterungseinflüsse war letztlich nicht realisierbar.



Während der langwierigen Suche nach einem anderen geeigneten und geschützten Aufstellort kam die Lösung durch ein Angebot des Maritim-Strandhotels und seinen Direktor Thomas Liedl. Das Travemünder Maritim, bereits seit langem ein großzügiger Förderer und Unterstützer von Kunst und Kultur im Seebad und insbesondere des Verein für Kunst und Kultur, wie Uwe Hildebrandt als dessen 1. Vorsitzender zu berichten weiß, bot einen Standort im Foyer des Hotels an der Richtung Priwall zeigenden Fensterseite an. "Es ist uns eine Herzensangelegenheit, dieser historischen Preziose einen würdigen und für alle Besucher offenen Platz zu geben", so Thomas Liedl.

Und wenn man Gerüchten im Seebad Glauben schenken kann, gibt es vielleicht in Travemünde bald eine weitere dauerhafte Reminiszenz an den großen Sohn der Hansestadt...

Autor: PM/red.

Aus rechtlichen Gründen können wir Bilder nicht mehr zur Verfügung stellen.


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