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der 19. Oktober 2018






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17.12.2017 18.02


Weihnachten wird windig statt weiß

"Wie wird das Wetter zu Weihnachten?", wird unser Wetterfrosch Harald Denckmann in den vergangenen Tagen immer einmal wieder gefragt. Er hat sich die Karten angeschaut und wagt eine Prognose.



Da fühlt man sich natürlich herausgefordert, und wenn man dann im Radio hört, wie die Moderatoren mangels Themen immer einmal wieder von der "Weißen Weihnacht" fabulieren, ist es höchste Zeit für den Raum Lübeck einmal eine klare Ansage zu machen. Daraus wird nix.

Ein Blick auf die Karte verrät dem Fachmann auch gleich warum, und zur Ehrenrettung der Branche muss ich gleich einmal hinzufügen, dass es außerordentlich schwierig ist, bei dieser Ausgangslage eine Prognose für ganz Deutschland abzugeben. Zum Raum Lübeck und Umgebung und das restliche Schleswig-Holstein kann man aber durchaus schon etwas sagen.

Schnee ist bei uns in dieser Jahreszeit eigentlich nur zu erwarten, wenn er aus Richtung Nordwest oder auch aus Richtung Ost daherkommt. Dagegen spricht aber einiges.

Im Moment befinden wir uns noch im Einflussbereich eines Hochdruckgebietes. In diesem Zusammenhang kann es in den kommenden Tagen noch einmal zu Luftmassentransport aus Nordwest kommen, das aber nur sehr kurzfristig. Dienstag und Mittwoch kann es leichten Regen geben, der eventuell sogar auch mal in Schneeflocken übergeht.

Dann steuern wir aber endgültig die in der Karte für den 27. Dezember ausgewiesene Wetterlage an. Bereits in der Heiligen Nacht stellt sich die Lage so um, dass sich im Norden Europas ein ausgeprägtes Tiefdruckgebiet entwickelt, das sich zu einem heftigen Orkantief ausprägen wird. Das wird vor allem für England ungemütlich, aber auch für die Westküste von Schleswig-Holstein. In der Folge dieser Drucklage erfolgt ein mächtiger Transport von recht milden atlantischen Luftmassen in unsere Region. Durchaus möglich, dass die Temperaturen am 28. Dezember bei uns sogar zweistellig werden.

Beim genauen Durchgang können wir aus heutiger Sicht folgende Prognose abgeben. Am Montag und Dienstag steigen die Tageswerte bereits ganz leicht an. Bis zum kommenden Sonntag sollte sich die Woche über ein Tages-Temperaturniveau von etwa +5°C einstellen. Am heiligen Abend wird es dann richtig spannend. Tagsüber dominieren noch Werte um 5°C, am Abend sollte es dann aber schon aufgrund der oben geschilderten Sachverhalte auf Werte zwischen 7°C und 8°C ansteigen. Auf diesem Level verbleiben die Tagestemperaturen die ganzen Weihnachtstage hindurch. Bis zum 28. Dezember gibt es dann, wie gesagt, einen Anstieg sogar bis auf Werte von 10°C und leicht höher.

In keiner seriösen Prognose taucht daher für die norddeutsche Tiefebene Schneefall auf. Vom heutigen Sonntag bis zum 24. Dezember bleibt es allerdings unbeständig, mit immer einmal wieder auftretender Tendenz zu Niederschlägen. Am 1. Weihnachtstag kommen wir dann allerdings in den Randbereich des Orkans und müssen mit heftigen Niederschlägen rechnen. Am 27. und 28. Dezember ist dann auch mit gefährlichem Starkregen zu rechnen. Den bekommt auch Lübeck ab, aber nicht so stark wie NRW und Niedersachsen.

Die Winde sind dann auch entsprechend. Bis Weihnachten bleibt es recht lau aus wechselnden Richtungen. Über die Weihnachtstage muss man auch bei uns schon mal mit Stärke 5 bis 6 Bft rechnen. Vom 27. bis zum 29. Dezember ist dann richtige Sturmgefahr, da das Zentrum des Tiefdruckgebietes sich nach Südschweden verlagern wird. Das ist für uns immer eine recht gefährliche Lage. Windböen bis Stärke 10 sind da auch bei uns zu erwarten.

Insgesamt also kein Schnee, viel Wind und - besonders nach Weihnachten - richtig schön viel Regen.

Da können wir unseren Lesern schon einmal schöne Weihnachtstage wünschen. Wenn es draußen regnet und stürmt ist es drinnen ja immerhin schön hyggelig, sagt jedenfalls der Däne. Gerade nach Weihnachten vorsichtig Auto fahren, denn bei Starkregen droht Aqua-Planing. Dann spart man keine Zeit mehr, das Ganze wird richtig schön teuer und man ist hoffentlich noch am Leben.

Früher hieß es ja mal bei der Bahn: "Alle reden vom Wetter - wir nicht", aber diese Zeiten sind lange vorbei. Der Orkan nach Weihnachten wird immer wahrscheinlicher. Mal sehen, wie viele Züge wegen Regen oder fliegender Äste ausfallen, ob die ICE wegen Nässe und Wind aus dem Takt geraten und Weihnachtsurlauber auf den Bahnsteigen notversorgt werden müssen.

Das hat dann wahrscheinlich daran gelegen, dass alles mal wieder ganz überraschend kam. Genau wie Weihnachten, das im Kalauer schließlich auch immer so plötzlich kommt. In diesem Sinne - Frohes Fest - auch von mir.

Autor: Harald Denckmann

Aus rechtlichen Gründen können wir Bilder nicht mehr zur Verfügung stellen.


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