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Donnerstag,
der 22. Februar 2018






Die Rente ist sicher: neue Komödie im Theater Partout

Stücke mit vielen Rollen können kleine private Bühnen nicht besetzen. Und gute Zwei-Personen-Stücke sind rar. Offenbar haben französische Autoren hier eine Lücke entdeckt. Immer wieder begegnet man Stücken aus Paris für kleine Besetzung.

Wortwitz und geschliffene Dialoge spielen nicht selten eine Hauptrolle. Jüngstes Beispiel ist die Komödie "Anderthalb Stunden zu spät" im Theater Partout in der Königstraße.

Gerald Sibleyras und Jean Dell heißen die Autoren. Beide wurden 1961 geboren, beide haben neben dem Schreiben noch einen Hauptberuf. Sibleyras arbeitet beim Fernsehen, Jean Dell ist Schauspieler. Sie nennen ihr Stück eine Liebeskomödie. Also passte der Schlager, der am Beginn der Vorstellung eingespeist wurde: "Ganz Paris träumt von der Liebe."

In diesem Fall steht das Liebespaar, stehen Laurence und Pierre kurz vor dem Dasein als Rentner. Sie hat drei Kinder groß gezogen, die ausgeflogen sind. Leere Zimmer blieben zurück. Vielleicht schaut mal jemand Weihnachten vorbei. Aber sonst gibt es nicht mehr viel zu tun. Und deshalb überfällt Laurence die Sinnkrise. Ihr Mann sieht das noch locker. Aber der hat ja auch noch einige Monate in der Steuerkanzlei zu arbeiten. Laurence und Pierre sind eingeladen, um bei Pierres Partner mit einem festlichen Mahl den Verkauf der Geschäftsanteile zu feiern. Aber Laurence hat absolut keine Lust und lässt sich nicht überreden oder überlisten. Sie kommen "Anderthalb Stunden zu spät" und versuchen in dieser Zeit, rund 40 Ehejahre aufzuarbeiten. Gibt es vielleicht doch eine Zukunft? Diese Frage versucht das Stück heiter und spritzig zu beantworten.

Regisseur Uli Sandau musste sich viel einfallen lassen, um den Text leicht und locker auf die Bühne zu bringen. Dass bei allem Streit die Liebe die Oberhand behält, ist das Überraschende und Sympathische an diesem Stück. Reiner Lorenz als Pierre kümmert sich rührend um seine Frau. Aber nimmt er ihre Sorgen auch ernst? Anita Gramser (Laurence) haut gelegentlich um sich, kommt aber immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Das Ganze ist kein Geschlechterkampf auf Leben und Tod, sondern eher eine Aufforderung ans Publikum, zu überlegen, wie man denn sein eigenes Rentner-Dasein gestalten will. Denn wenn man nicht vorher aufgibt, ist die Rente sicher. Das Premierenpublikum applaudierte lange.

Das Stück läuft auch im neuen Jahr, freitags und samstags. An den Weihnachtstagen wird ebenfalls gespielt, 25. und 26. Dezember, Beginn 20 Uhr. Zu Silvester gibt es zwei Vorstellungen, um 17.30 und 21.30 Uhr. Dauer: anderthalb Stunden.

Anita Gramser und Reiner Lorenz spielen in der neuen Komödie 'Anderthalb Stunden zu spät'. Foto: Veranstalter

Anita Gramser und Reiner Lorenz spielen in der neuen Komödie 'Anderthalb Stunden zu spät'. Foto: Veranstalter


Text-Nummer: 119162   Autor: TD   vom 21.12.2017 11.23

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