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der 18. Oktober 2018






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25.12.2017 18.51


Das Wetter zum Jahreswechsel

Wie geht es nach dem warmen Weihnachtsfest weiter? Harald Denckmann hat für uns die Wetterdaten ausgewertet und muss alle enttäuschen, die in den kommenden Wochen einen Schneemann bauen möchten.

Die "Last Christmas" CD von George Michael, White Christmas von Bing Crosby und alle Lieder, in denen Schlitten-Schellen im Hintergrund mitlaufen, können jetzt bis zum folgenden Jahr beruhigt wieder im Plattenschrank nach hinten geschoben werden. Wir brechen auf zu neuen Ufern, und nehmen den Jahreswechsel ins Visier. Da werden wir natürlich wieder hineinböllern, obwohl wir uns ja jedes Jahr anhören müssen, wie viele sinnvolle Dinge angeschafft werden könnten, wenn wir das Geld für die Knaller einfach spenden täten. Das erzählen uns die Verwalter öffentlicher Gelder, aber die verballern so viel Geld für Unfug im Laufe eines Jahres, dass unsere paar Böller da gar nicht auffallen. Einen Tag im Jahr ohne 'political correctness' darf der Bürger sich schließlich nehmen.

Zum Wetter. Da will man uns doch tatsächlich einreden, dass jetzt die große Kälte kommt, nachdem es eine ganze Zeit lang viel zu warm war und die 'weißen Weihnachten' gerade in einem Anfall von trübem Osterwetter vergangen sind.



Das ist natürlich Quatsch. Im Prinzip, und ich wiederhole 'im Prinzip', bleibt das Wetter noch etwa bis zum 10. Januar genauso, wie es zurzeit ist. Die derzeitige Großwetterlage ist einfach erstaunlich stabil. Auf unserer Karte erkennt man, dass die Tiefdruckgebiete auf der Nordhalbkugel sich gewissermaßen die Klinke in die Hand geben. Sie starten mit Kern zwischen Grönland und Island, und ziehen dann weiter über Schottland und Norwegen Richtung Weißes Meer im Osten.

Wir haben einfach nur Glück, dass der Polarjet, der dieses Geschehen steuert, in diesem Jahr nicht weiter südlich eingelagert ist, sonst hätten wir jetzt einen dicken Sturm nach dem anderen mit Chaos auf Straßen, Zügen und auch im Flugverkehr. So aber befinden wir uns vorzugsweise am Südrand dieser Druckgebiete, die wie auf einer Achterbahn von West nach Ost über Europa sausen. In der Bahn gehalten wird das Geschehen durch sehr stabile Hochdruckgebiete im Süden Europas.

Da kommt natürlich auf der Rückseite eines solchen Tiefdruckgebietes auch einmal ein wenig kältere Luft aus Nordwest, aber immer nur für sehr kurze Dauer. Grundsätzlich erhalten wir einen großflächigen Luftmassentransport aus dem mild/warmen Südwesten, der sogar dafür sorgt, dass das im Januar sonst immer sehr kalte Moskau Temperaturen um den Nullpunkt erhält.

Wer das merkwürdig findet, hat Recht. Normal ist das nicht. Trotzdem werfen wir jetzt einmal einen Blick auf die Verhältnisse im Einzelnen.

Vom 26. bis zum 28. Dezember zieht bei uns ein Sturmgebiet durch. Das betrifft hauptsächlich die Westküste Schleswig-Holsteins, wir in Lübeck wettern das locker ab. In diesem Zusammenhang kommt es auch zu dem kurzfristigen Einströmen kälterer Luftmassen, das wir allerdings überhaupt nicht ernst nehmen. Wenn es richtig hart kommt, wird nachts gerade einmal der Gefrierpunkt gestreift und morgens ist ein wenig Frost auf der Autoscheibe.

Spätestens Samstag, im Laufe des Tages, ist das vorbei. Dann sind wir mit den Tagestemperaturen schon wieder im satten Plus-Bereich. Die Neujahrsnacht wird auch etwa vier bis fünf Grad betragen, also letztlich doch recht mild bei schwachen Winden bis maximal vier Beaufort. Regnen sollte es eigentlich nicht, das kann aber aus heutiger Sicht nicht mit absoluter Sicherheit behauptet werden.

Dann geht es milde weiter, wobei sich die Tagestemperaturen in einer Spanne zwischen plus fünf und plus neun Grad bewegen dürften. Alles spricht im Moment dagegen, dass wir richtigen Frost, Schneematsch und schwierige Verkehrsverhältnisse bis zum 10. Januar erhalten sollten. Nicht einmal der Streudienst dürfte ausrücken müssen und die Chirurgen dürften vergeblich auf Oberschenkelhalsbrüche wegen Glatteis warten, da müsste man schon über die Teppichkante stolpern.

Reichlich Regen ist natürlich zu erwarten, besonders Anfang Januar. Das erkennt man schon daran, dass reichlich Tiefdruckgebiete über uns hinwegziehen. Da vermischen sich die Luftmassen und es kommt immer zu Niederschlägen. Das dürfte wiederum die Landwirte nicht sehr beruhigen, die eine längere Trockenperiode zum Abtrocknen ihrer Felder dringend herbeisehnen.

Wir können auch einmal gespannt sein auf die Begründungen, warum in den folgenden Tagen die Züge nicht planmäßig fahren. Egal, was sie uns erzählen, am Wetter wird es nicht liegen, soviel ist sicher.

Spazierengehen sollte man allerdings bei jedem Wetter. Über die entsprechende Kleidung verfügen wird als Küstenbewohner und wir sind ja schließlich nicht aus Zucker, wie Oma immer so schön sagt.

Autor: Harald Denckmann

Aus rechtlichen Gründen können wir Bilder nicht mehr zur Verfügung stellen.


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