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28.12.2017 09.11


Pastor Jochen Schultz verlässt das Jugendpfarramt

Neun Jahre lang war er der Chef des Jugendpfarramtes. Ende des Jahres verlässt Pastor Jochen Schultz die Evangelische Jugend im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg. Er übernimmt nach einer kurzen Auszeit die Geschäftsführung der Dienste und Werke des Kirchenkreises – und ist damit weiterhin zuständig auch für die Evangelische Jugendarbeit.

Angefangen hat Jochen Schultz im alten Kirchenkreis Lübeck, kurz bevor die Fusion mit dem ehemaligen Kirchenkreis Lauenburg vollzogen wurde. Sein Auftrag: Eine gemeinsame Jugendarbeit für den neuen Kirchenkreis zu erarbeiten. Während es im Lauenburgischen eine aktive gesamtgemeindliche Jugendarbeit gab, lag der Schwerpunkt in der heutigen Propstei Lübeck mit der Evangelischen Jugend Lübeck auf Verbandsebene.

"Wir haben in Rekordzeit eine gemeinsame Grundlage geschaffen, auf der die heutige Jugendarbeit wachsen konnte", erinnert sich Jochen Schultz. Im Jugendwerk haben sich beide Ansätze auf Augenhöhe zusammengetan. Erstes Ergebnis war die Entwicklung einer Jugendordnung, in dem ein Jugendausschuss auf Kirchenkreisebene installiert wurde. Das Besondere: die Jugendlichen selbst haben von Beginn an die Stimmenmehrheit. "Das war für Viele neu und wir wurden schon ein wenig skeptisch beäugt", erinnert sich Schultz. Immerhin hat das Gremium über gewichtige Dinge wie Finanzen und Personal entschieden. Heute ist die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in allen Belangen, die sie betreffen, sogar vorgeschrieben. Erst vor kurzem hat die Synode der Nordkirche das in der Kirchenverfassung gesetzlich verankert.

Neben der Teilhabe der Jugendlichen war die flächendeckende Jugendarbeit ein großes Anliegen von Jochen Schultz. Nach der Fusion habe eine Analyse des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg gezeigt, dass es in diesem Bereich große weiße Flächen gab. Mit dem Konzept der regionalen Jugendarbeit ist es gelungen, dieses Anliegen zu verbessern. Die Idee war 2010 genauso einfach wie gewagt. Wenn sich zwei oder mehr Kirchengemeinden zusammentun und die Finanzierung der Hälfte einer Diakonenstelle sichern, gibt der Kirchenkreis die andere Hälfte der Finanzierung dazu. Aktuell wird in acht Regionen, an denen insgesamt 25 Kirchengemeinden beteiligt sind, Jugendarbeit angeboten. Zusammen mit den hauptamtlichen Jugendarbeitenden einzelner Gemeinden gibt es somit immerhin in der Hälfte der Gemeinden des Kirchenkreises professionelle Jugendarbeit. "Das war und ist nordkirchenweit einzigartig", so Schultz. Einfach ist das nicht. "Bis heute bedeutet die regionale Jugendarbeit einen hohen Abstimmungsbedarf und die Bereitschaft jedes Einzelnen, Kompromissen offen gegenüber zu stehen", so Schultz. Doch das Konzept hat immense Vorteile für die Mitarbeitenden in Haupt- und Ehrenamt. Allein das große Netzwerk in der Evangelischen Jugend hilft allen Beteiligten weiter, sei es mit Blick auf die Gestaltung von Freizeiten, gemeinsame Projekte oder den Austausch von Material und Themen. "Wir sind ein Team und arbeiten Hand in Hand", so Schultz.

Die Arbeit des Jugendpfarramtes ist aufgegangen. Das Programm ist umfangreich, Anmeldezahlen zu den Kursen gut und es gibt viele Jugendliche, die sich zu Teamern ausbilden lassen und an Jugendleitercard-Kursen teilnehmen. "Mein persönlicher Höhepunkt des Jahres ist die Dankfeier", sagt Jochen Schultz. Zum Ende des Jahres laden die Hauptamtlichen die ehrenamtlich Tätigen zu einem Fest ein. Mehrere hundert Jugendliche aus dem ganzen Kirchenkreis kommen zusammen und werden für ihre Arbeit geehrt – mit gutem Essen, Musik und Kultur.

Die Dankfeier zeigt, welches Verständnis Jochen Schultz und die Hauptamtlichen des Jugendpfarramtes von den Jugendlichen haben. Sie sind nicht Zielgruppe, die es zu bespielen gilt, sondern Partner. "Die Jugendlichen selbst haben die Kompetenz, sie wissen, was für sie gut ist", so Schultz. Das Jahresprogramm der Evangelischen Jugend beispielsweise werde von den Jugendlichen selbst entwickelt – vom Jahresthema bis zu den einzelnen Workshops, Vorträgen und anderen Veranstaltungen.

"Wir begleiten die Jugendlichen in ihrer Lebensphase, unterstützen sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und helfen ihnen, in Glaubensfragen sprachfähig zu werden. Und wir tun das alles in demokratischen Prozessen. Durch die Beteiligung der Jugendlichen erleben sie hier eine Art Demokratieschule", so Jochen Schultz über den Auftrag, der sich in neun Jahren nicht wesentlich verändert hat.

Einige Grundsätze der Jugendarbeit wird Jochen Schultz in seine neue Aufgabe mitnehmen, etwa ein partizipatives Leitungsverständnis oder dass gute Zusammenarbeit verschiedener Akteure für alle einen Gewinn zur Folge haben. So hat nicht nur er die Jugendarbeit im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg geprägt, sondern die Jugendarbeit auch ihn. In einem Gottesdienst am Sonntag, 25. März 2018, um 15 Uhr, in der St. Petri-Kirche Ratzeburg wird Pastor Jochen Schultz aus seinem Amt offiziell verabschiedet.

Autor: Ines Langhorst

Aus rechtlichen Gründen können wir Bilder nicht mehr zur Verfügung stellen.


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