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Sonntag,
der 18. Februar 2018





Lübeck Erleben

Lübecks Wirtschaft setzt auf Digitalisierung

Am Donnerstag gab die Industrie- und Handelskammer zu Lübeck (IHK) einen Rück- und Ausblick auf ihre Arbeit. Schwerpunkt ist dabei die Unterstützung der Wirtschaft im Bereich Digitalisierung. Die gute wirtschaftliche Lage solle für Investitionen in die Zukunft genutzt werden.

Eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur, IT-Sicherheit, Datenschutz und die erforderlichen Basiskompetenzen der Mitarbeiter beschäftigen die Unternehmen derzeit. "Zugleich stehen die Betriebe aller Branchen vor der Herausforderung, mit dem hohen Tempo der Entwicklung Schritt zu halten. Wer jetzt den Anschluss verliert, könnte seine Wettbewerbsfähigkeit einbüßen", sagte Friederike C. Kühn, Präses der IHK zu Lübeck. Die IHK hat es sich daher zum Ziel gesetzt, ihre Mitglieder beim Thema Digitalisierung noch intensiver als bisher zu unterstützen.

Bereits im November hatte die IHK-Vollversammlung beschlossen, Geld für die Digitalisierungs-Strategie in den Wirtschaftsplan einzustellen. "Damit werden wir in die technische Ausstattung investieren, den Service für unsere Mitglieder erhöhen, mehr Beratungsangebote schaffen und vor allem unsere Nähe zu unseren Kunden weiter ausbauen", so Kühn. "Es kommen große Veränderung auf Wirtschaft und Gesellschaft zu. Um den Mittelstand darauf vorbereiten zu können, müssen wir uns besser und effizienter aufstellen." Mit der Investition will die IHK die technischen Voraussetzungen für weitere digitale Angebote schaffen und die Beratung der Mitglieder intensivieren.

Neue Impulse gibt die IHK der Region mit einem Arbeitskreis "Künstliche Intelligenz", der den Unternehmen die Chancen der Digitalisierung aufzeigen soll, und dem Netzwerk "Produzieren für Morgen". Dieses verbindet Unternehmen und Experten an den Hochschulen ebenfalls mit dem Ziel, die Digitalisierung für die eigene Produktion zu nutzen.

Der Zeitpunkt für Investitionen ist günstig, betonte IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning. Die anhaltend gute Konjunktur ermöglicht den Unternehmen den Spielraum, in die Zukunft zu investieren. Schöning: "Zu Beginn des vierten Quartals 2017 hat sich die Stimmung in der schleswig-holsteinischen Wirtschaft im Vergleich zum Sommerquartal gehalten: Der Konjunkturklima-Index der IHK zu Lübeck, der einen Wert zwischen null und 200 annehmen kann, beträgt beachtliche 125 Punkte. Besonders die Unternehmen in der Industrie schätzen ihre Lage als sehr günstig ein."

Insgesamt schätzen 52,3 Prozent der Befragten die gegenwärtige Lage als gut ein. 39,8 Prozent bewerteten die Situation als befriedigend, nur 7,9 Prozent der Unternehmen gaben ihre Lage als schlecht an. Insgesamt bewerten 22 Prozent der Unternehmen die Entwicklung für die Zukunft positiv. 64,1 Prozent erwarten gleich bleibende Geschäfte, und 13,9 Prozent rechnen mit einem Rückgang der wirtschaftlichen Entwicklung.

Die sogenannte Jamaika-Koalition in Kiel hat das Ziel, Schleswig-Holstein zum unternehmerfreundlichsten Bundesland in Deutschland zu machen. "Dafür muss das Gründerklima stimmen", forderte der Hauptgeschäftsführer. Möglich sei es, die Vorgründungsberatung wieder zu aktivieren, damit sich schon frühzeitig die Weichen bei den potenziellen Gründern richtig stellen lassen. Auch die landesweiten Gründercamps sollten offen sein für Interessenten, die nicht bei der Agentur für Arbeit gemeldet sind. "Denkbar wäre auch ein Gründungszuschuss für Nicht-Arbeitslose. Passend hierzu würde ein landesweites Portal für die Gewerbeflächensuche helfen", so Schöning.

Netzwerke sind für die IHK-Arbeit von großer Bedeutung. "Im zu Ende gehenden Jahr haben wir die Politikberatung deutlich verstärkt. Die Landesarbeitsgemeinschaft IHK Schleswig-Holstein hat vor der Landtagswahl im Mai Forderungen an die Wirtschaftspolitik gestellt. Die neue Landesregierung hat viele unserer Punkte aufgenommen", sagte Kühn, die auch Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein ist. Mit dieser starken Stimme setzt sich die Wirtschaft auch weiterhin für den Bau der festen Fehmarnbelt-Querung, den Bau der A20, den Ausbau der A21 und des Elbe-Lübeck-Kanals und weiterer Projekte ein. Bei den ShortSeaShipping Days 2018 am 20. und 21. Juni 2018 ist die IHK bereits zum dritten Mal Co-Veranstalter. Die IHK erwartet gemeinsam mit dem deutschen ShortSeaShipping Inland Waterway Promotion Center (spc) mehr als 500 Teilnehmer zum Branchentreffen für den Kurzstreckenseeverkehr in der Lübecker Musik- und Kongresshalle.

Trotz der umfangreichen Aufgaben und der anstehenden Investitionen für 2018 hat die IHK-Präses eine gute Nachricht für die Mitgliedsunternehmen: "Wir wollen die Betriebe entlasten. Die Vollversammlung hat daher im November auf Empfehlung des Präsidiums und des Haushaltsausschusses beschlossen, im kommenden Jahr nicht die vollen Beiträge zu erheben, sondern diese für 2018 um 15 Prozent zu mindern."

Rüdiger Schacht, Lars Schöning, Friederike C. Kühn und Nils Thoralf Jarck rufen die Unternehmen auf, die gute wirtschaftliche Lage für Investitionen in die Zukunft zu nutzen Foto: RB

Rüdiger Schacht, Lars Schöning, Friederike C. Kühn und Nils Thoralf Jarck rufen die Unternehmen auf, die gute wirtschaftliche Lage für Investitionen in die Zukunft zu nutzen Foto: RB


Text-Nummer: 119245   Autor: IHK   vom 28.12.2017 11.56

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