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30.12.2017 20.00


Das Ende der Stadtzeitung

Im Jahr 1997 fasste die Bürgerschaft einen Beschluss, der für Aufsehen sorgte: SPD und Grüne stimmten für eine "Stadtzeitung". Damit sollten Informationen und Bekanntmachungen alle Haushalte kostenlos erreichen. Nach 1031 Ausgaben in 21 Jahren ist Schluss. Die Bekanntmachungen gibt es jetzt online.



Der damalige Bürgermeister Michael Bouteiller hatte die Idee für das "Amtsblatt", wie es gerne von Kritikern genannt wurde. Ihm war es wichtig, dass die Lübecker unabhängig vom Geldbeutel alle wichtigen Informationen über ihre Stadt bekommen. Die Opposition in der Bürgerschaft äußerte deutliche Kritik. Dem Bürgermeister gefalle die Berichterstattung der Medien nicht, er wolle eine Zeitung, die seine Sicht der Dinge präsentiere.

Der Leiter des städtischen Presseamtes war damals Matthias Erz. Er erinnert sich noch gut an den Start der "Lübecker Stadtzeitung". Die bekam eine städtische Redaktion, die für eine eigene Berichterstattung zuständig war. Dabei ging es nicht darum, dass der Bürgermeister hochgejubelt oder die Verwaltung einseitig positiv dargestellt wird, betont er. "Die Aufgabe der Redaktion war es auch, Missstände in der eigenen Verwaltung aufzudecken", erinnert er sich. Der Verwaltungschef hatte kein Eingriffsrecht.

Beliebt war 21 Jahre lang die Rubrik "Aus den Fraktionen". Jede Woche hatten alle in der Bürgerschaft vertretenen Fraktionen die Möglichkeit, einen Beitrag zu veröffentlichen, der unbearbeitet übernommen wird. Zuerst waren nur SPD und Grüne dabei. Als sich die Diskussion über das "Amtsblatt" beruhigte, nutzten auch die anderen Fraktionen diese Möglichkeit der Öffentlichkeitsarbeit.

Der nächste Bürgermeister Bernd Saxe setzte auf Kostenreduzierung. Die städtische Redaktion entfiel, mehrere Jahre stand das Amtsblatt komplett auf der Streichleiste. Zum Haushalt 2017 hat die Bürgerschaft nach vielen Versuchen zugestimmt und 100.000 Euro zur Verfügung gestellt, um eine entsprechende Internetpräsenz zu schaffen.

Inzwischen stehen mit dem Internet neue Möglichkeiten zur Verfügung, um Informationen kostenlos zu bekommen. Und auch die "Amtlichen Bekanntmachungen" sind seit 2007 online verfügbar. Ab 1. Januar 2018 ist dann auch die Internet-Veröffentlichung unter www.bekanntmachungen.luebeck.de "amtlich anerkannt". Nach 1031 Ausgaben mit 15.366 Seiten endet damit die Geschichte der "Lübecker Stadtzeitung".

Autor: VG

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