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der 25. Juni 2018






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02.01.2018 12.33


Post aus New York: Lübeck vor 120 Jahren - Teil 2

Post aus den USA bekam HL-Live. Ein Leser hatte auf einem Flohmarkt in New York alte Lübecker Stadtansichten erstanden. Könnt Ihr zu den Bilder etwas erzählen? fragte er. Wir können. Die Aufnahmen stammen aus den 1890er Jahren, wurden in Darmstadt im Großformat gedruckt.



Vieles hat sich seit dem Zweiten Weltkrieg in der Nachbarschaft des Domes verändert. Um 1900 stand südlich der Bischofskirche - wie auf dem alten Foto zu sehen - das Museum am Dom. Der Gebäudekomplex war das erste Museum in Lübeck überhaupt. An der Stelle des alten Museums standen zuvor mehrere Teile eines Domklosters. Ein Stück des Kreuzganges ist erhalten.

Zwar lebten die Domherren wohl nur in ganz frühen Zeiten gemeinsam im Kloster. Später konnten sie es sich leisten, in den sogenannten Domkurien an der Parade zu residieren. Ihre Versammlungen fanden weiterhin im Kloster statt. Nach einem Brand zog die Domschule hierher. Auch ein Hospiz wurde untergebracht. 1803 gingen einige Gebäude an die Stadt.

Zum Bau eines Museums kam es, wie so oft in Lübeck, durch eine Privatinitiative. Der Lübecker Kaufmann Georg Blohm, der in Venezuela und in der Karibik zu Vermögen gekommen war, vermachte der Stadt 1878 die stolze Summe von 150.000 Reichsmark "zur Beförderung vaterstädtischer Angelegenheiten". Die Stadt nutzte die Summe zum Bau eines Museums. Es entstand in den Jahren 1889 bis 1893.

Betreiber der Museen war die Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit. Ihr waren und wurden weiterhin private Sammlungen zu Pflege und Nutzung übergeben. Erst mit der Verstaatlichung der Museen durch das NS-Regime und im Zuge des Groß-Hamburg-Gesetzes 1937 wurden die Sammlung in städtisches Eigentum überführt.

Das 1893 eingeweihte Museum am Dom beherbergte ein halbes Dutzend Museen. Es waren die Sammlungen zu Kunst und Kulturgeschichte, eine Sammlung von Gemälden und Zeichnungen, das Gewerbemuseum, das Handelsmuseum, die Völkerkunde und das Museum für Naturkunde.

Im Laufe der Zeit platzte das Museum am Dom aus allen Nähten. Deshalb wurden Teile der Sammlungen in eigene Museen umquartiert, zum Beispiel 1915 ins neu begründete St. Annen-Museum oder 1922 ins Behnhaus. Die bedeutendsten Sammlungen am Dom blieben die Völkerkunde und die Naturkunde. Sie verloren beim Bombenangriff auf Lübeck Ende März 1942 wesentliche Bestände und ihre Heimat.

Ein Neubau, errichtet zum Teil auf alten Mauern, war 1961 bezugsfertig, das heutige Museumsgebäude. Es beherbergt in mehreren Etagen vor allem die Naturkunde und Sammlungen zur Geologie Schleswig-Holsteins, seit 1998 unter der Bezeichnung "Museum für Natur und Umwelt". Seit den 1990er Jahren sind auch Walskelette und andere Funde aus den Tongruben bei Groß Pampau im Kreis Herzogtum Lauenburg zu sehen.

Im Quergebäude an der Westseite ist das Archiv der Hansestadt untergebracht. Ein Saal zwischen beiden Institutionen wird für Vorträge genutzt, auch vom Verein für Lübeckische Geschichte. Zum Dom hin gelegen findet man das von der Vorwerker Diakonie betriebene Café Walbaum. Es erinnert mit seinem Namen an den Pädagogen und Forscher Johann Julius Walbaum (1724-1799). Sein Nachlass bildete den Grundstock des Naturkundemuseums.

Autor: TD

Aus rechtlichen Gründen können wir Bilder nicht mehr zur Verfügung stellen.


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