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der 26. September 2018






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12.01.2018 22.00


FDP Neujahrsempfang: Große Chancen mit Jamaika

Mit einem äußerst unterhaltsamen Vortrag begeisterte Bernd Buchholz, der Hauptredner auf dem FDP Neujahrsempfang am Freitagabend im Bürgerschaftssaal des Lübecker Rathauses, etwa 150 Mitglieder und Gäste der Partei.



Zuvor skizzierte Fraktionschef Thomas Rathcke Grundzüge und Ausrichtung der Politik der Lübecker FDP vor dem Hintergrund der anstehenden Lübecker Kommunalwahl, und der Kreisvorsitzende Mirko Schultz ließ angesichts der vielen vergangenen und noch kommenden Wahlen einen leicht besorgten Blick in die Parteikassen zu. Spenden sind diesbezüglich hochwillkommen. Bausenatorin Johanna Glogau gab einen Einblick in ihren Fachbereich und die dort zu bewältigenden Probleme.

Dann aber Buchholz, der mit seinem frischen Auftreten und der unkomplizierten Art, die Dinge beim Namen zu nennen, sofort die Aufmerksamkeit des Publikums hatte. Jamaika in Land und Bund könnte man diesen Teil seiner Rede überschreiben und man bekam ein nachvollziehbares Gefühl dafür, warum es in Kiel klappt und in Berlin nicht. Eigentlich liegt es nur an den handelnden Personen, die in Kiel die Gemeinsamkeiten in den Vordergrund gestellt haben, und nicht das trennende durch rhetorische Kampflinien noch unüberbrückbarer machten. "Als in Berlin für uns nichts mehr umsetzbar war, sind wir lieber gegangen", schilderte er die Situation und gab so das eine oder andere Schmankerl von uneffektiven Gesprächsrunden der gescheiterten Jamaika-Verhandlungen preis. "Könnt ihr das nicht alleine? Das mag ich mir nicht mehr antun", sagte er nach einigen frustrierenden Erfahrungen zu seinem Parteichef Christian Lindner.

Wie es gehen kann, machte er an einem konkreten Beispiel deutlich. Als im Zuge von Autobahnbau von Nacktmullen, Haselmäusen, Fledermäusen, Fischottern und Zwergschwänen die Rede war, erwarteten alle die übliche Häme und zustimmendes Gemurmel von Großlimousinen-Besitzern. Die hat Buchholz denn auch gleich enttäuscht. "Ich nehme die ökologischen Bedenken Ernst", verkündeter er voller Überzeugung. "Wir wollen die Belange des Naturschutzes und ökologische Interessen miteinander vernünftig in Einklang bringen", schob er nach.

Mit Daniel Günther als jungem Ministerpräsidenten, der sich nicht scheut, festgefahrene Denkmodelle auch seiner eigenen Partei aufzubrechen und pragmatischen Grünen, denen auch an der Mobilität der Gesellschaft gelegen ist, fühlt er sich im Team sichtlich wohl und sieht große Chancen für Schleswig-Holstein. Und das nicht nur in der Wirtschafts- und Verkehrspolitik sondern auch bei Stromerzeugung und Verwertung, beim Ausbau des Glasfasernetzes als Grundvoraussetzung für die weitere Digitalisierung, die diese Kapazitätserweiterung im Datenverkehr dringend benötigt. "Wenn das gelingt, wird Schleswig-Holstein für Deutschland das, was Estland jetzt bereits für Europa ist", brachte er es auf eine griffige Formel und erhielt dafür spontanen Applaus. "Das gilt auch für die Bildung", ergänzte er denn die Digitalisierung darf nicht am Ende der Pause stoppen, wenn nach 4.0 auf dem Schulhof im Klassenzimmer wieder die Kreidezeit beginnt. Nachdenkliche Heiterkeit im Publikum.

Buchholz hat Visionen, wenn er Gesundheitswirtschaft, Medizintechnik und Ernährungswirtschaft in digitalen Sphären miteinander verbindet. Ideen dieser Kategorie von der Zukunft ganz Deutschlands vermisst er, wenn er sich die Ergebnisse der Koalitions-Sondierungen ansieht. Viel kann er als Mitglied einer Jamaika Aussteigepartei im Bund dazu natürlich nicht sagen. Nur soviel: Zukunft atmen die dort erreichten Kompromisse nicht.

"Mehr Dynamik", wünscht er sich und blickte dabei wieder auf seine eigenen Lübecker Parteifreunde. Für die steht jetzt wieder ein kräftezehrender Wahlkampf an. Sollte der Schwung dort fehlen, liegt es mit Sicherheit nicht an Bernd Buchholz, der an diesem Abend alles getan hat, um seine Lübecker Basis für die anstehenden schwierigen Aufgaben zu motivieren.

Im Original-Ton unterhalb des Bildes hören Sie ein Interview von Harald Denckmann mit Minister Bernd Buchholz.

Autor: Harald Denckmann

Aus rechtlichen Gründen können wir Bilder nicht mehr zur Verfügung stellen.


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