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der 17. Oktober 2018






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15.01.2018 19.36


DGB Lübeck stellt Forderungen für die Region vor

Der DGB Region Schleswig-Holstein Südost stellte am Montag ihre Forderungen in den aktuellen Tarifverhandlungen. Neben dem bundesweit geforderten Plus von sechs Prozent mehr Lohn und der zeitweisen Reduzierung der Wochenarbeitszeit in der Metall- und Elektroindustrie gibt es auch regionale Verhandlungen.

So stehen dieses Jahr die Verhandlungen von Firmentarifverträgen bei Knauf in Stockelsdorf und U.H. Spezialmöbelbau in Bad Schwartau an. Besonders die Forderung der familiengerechten Arbeitszeit innerhalb der Metall-, und Elektroindustrie hat hohes Konfliktpotenzial. "Wer in Schicht oder anderen belastenden Tätigkeiten arbeitet, Kinder betreut oder Angehörige pflegt, soll zudem einen Zuschuss bekommen, um sich die kürzeren Arbeitszeiten leisten zu können", fordert Daniel Friedrich, Geschäftsführer der IG Metall Lübeck/Wismar.

Aber auch die Auszubildenden und Dual-Studierenden müssten dringend entlastet werden. So fordert die IG Metall eine bezahlte Freistellung vor Prüfungen. Regelungen zum Personalausgleich und für Umkleidezeiten, die Angleichung der Schichtzuschläge und eine Verhandlungsverpflichtung für einen Prozess zur Angleichung der Tarifverträge im Osten seien im Jahre 2018 dringend erforderlich.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert in diesem Jahr zwischen fünf und sechs Prozent höhere Entgelte. Die Forderungsempfehlung gilt für alle Branchen, das heißt in der Lebensmittelindustrie, im Hotel- und Gaststättengewerbe, als auch im Lebensmittelhandwerk. In und um Lübeck wird es in diesem Jahr für den NGG-Geschäftsführer Dirk Himmelmann unter anderem um die Verhandlung der Haustarifverträge bei Brüggen, Nordgetreide und im Hansa-Park gehen.

Für die Industriegewerkschaft Bergbau Chemie Energie (IG BCE) sind die Erarbeitungen der Tarifforderungen mitten im Gange. So entscheidet sich Mitte April 2018 in welcher Höhe die Gewerkschaft ihre Forderung für die Hauptbranche Chemische Industrie aufstellt. Die Tarifrunden der Kautschukindustrie starten zeitversetzt, im Juni diesen Jahres.

Die IG BCE ist im gesamten Bundesland Schleswig-Holstein unterwegs. So wird sie unter anderem auch zum 31. März den Tarifvertrag der Firma Bruss in Hoisdorf und zum 31. Juli den Tarifvertrag der Firma Lichtenheld (Pharmaindustrie) in Wahlstedt neu verhandeln.

Bei der vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) geht es in diesem Jahr hoch her. So steht die große Tarifrunde im öffentlichen Dienst und die bei der Deutschen Post an. Zwei große Arbeitgeber in Deutschland.

Ver.di stellt seine genauen Forderungen zum 8. Februar für den öffentlichen Dienst auf. Bis dahin haben die ver.di –Mitglieder die Möglichkeit, in den Dienststellen und Betrieben ihre Forderungen und deren Durchsetzungsmöglichkeiten zu diskutieren. Auch in Lübeck sind die Diskussionen voll im Gange. Als Orientierung wird ein Gesamtforderungsvolumen von sechs Prozent mit sozialen Komponenten, Erhöhung der Ausbildungsvergütung, Zusatzurlaubstage für Wechselschicht-und Schichtarbeit und sonstige Sozialleistungen diskutiert.

Die Forderungen für die Auseinandersetzung bei der Deutschen Post sind klar: Sechs Prozent mehr Lohn oder freie Zeit. Die 130.000 Beschäftigten bundesweit bei der Deutschen Post sollen nach erfolgreichem Abschluss eines neuen Tarifvertrages die Wahlmöglichkeiten haben, einen Teil der Entgelterhöhung in freie Zeit umzuwandeln. Auch soll für die Beamtinnen und Beamten die Postzulage (eine postspezifische Sonderzulage) fortgeschrieben werden. Der Tarifvertrag ist zum 31. Januar gekündigt.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) verfolgt in den Tarifverhandlungen der Privatbahnen das Ziel, auch dort flächendeckend das Wahlmodell einzuführen, nach dem die Beschäftigten zwischen Tariferhöhung oder Urlaub oder Arbeitszeitreduzierung wählen können. In einzelnen Unternehmen ist das bereits geschehen. Bei der DB AG steht ab Oktober 2018 eine neue Tarifrunde an, die Forderungen werden durch die Tarifkommission vor Ablauf der Tarifverträge beschlossen werden.

"Unsere Gewerkschaften nehmen ihre Verantwortung zur Gestaltung gesellschaftlicher Veränderungen ernst", meint Juliane Hoffmann, DGB- Regionsgeschäftsführerin Schleswig-Holstein Südost. So nehmen die Gewerkschaften auch außerhalb der Betriebs-, und Tarifarbeit die Gestaltung der Gesellschaft in die Hand. Am 6. Mai finden in Schleswig-Holstein die Kommunalwahlen statt. "Demokratische Mitbestimmung, ob im Betrieb oder im Gemeinderat, ist ein Recht für das wir als Gewerkschaften immer energisch kämpfen werden", sagt Juliane Hoffmann begeistert. "Auf kommunaler Ebene werden zudem Entscheidungen getroffen, die uns ganz direkt betreffen, zum Beispiel wie man zur Arbeit kommt oder ob und unter welchen Bedingungen der Nachwuchs in dieser Zeit betreut wird. Daher wollen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter sehr wohl Einfluss auf die Zusammensetzung der kommunalen Parlamente nehmen", fordert Hoffmann weiter. "Als Deutscher Gewerkschaftsbund, sind wir zwar überparteilich, aber nicht neutral! Wir sagen Nein zu Parteien, die gewerkschaftliche Errungenschaften sowie die Werte unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft infrage stellen", äußert sich die Geschäftsführerin.

Autor: DGB/red.

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