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der 21. Juni 2018






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20.01.2018 19.28


Nordische Filmtage außer der Reihe: Lübeck als Kulisse

Nordische Filmtage Lübeck im Januar? Das ist zumindest ungewöhnlich. Seit Jahrzehnten nämlich sind für das cineastische Großereignis die ersten Novembertage reserviert. Das Stadtjubiläum und 60 Jahre Filmtage machen es möglich.

"Lübeck im Film – Besondere Filme an besonderen Orten" hieß es erstmals am Sonnabend in St. Petri. Mit einem Film für die ganze Familie begann es am Nachmittag. Linde Fröhlich, die künstlerische Leiterin der Filmtage, begrüßte das Publikum und führte in den ersten Film ein, "Heidi kehrt heim" nach dem Jugendbuch der Schweizer Schriftstellerin Johanna Spyri.

Die Autorin – sie lebte von 1827 bis 1901 – ist inzwischen kaum noch bekannt. Älteren Mitbürgern aber steht die rührende Geschichte des Waisenmädchens Heidi durchaus vor Augen. Geschrieben wurde sie 1879, und ab 1880 gab es immer wieder neue Auflagen des Buches. Zwischen 1920 und 2015 ist der Stoff ein Dutzendmal verfilmt worden. Auch vor genau 50 Jahren, 1968 in deutsch-amerikanischer Zusammenarbeit.

Bei dieser Verfilmung ist etwas Erstaunliches geschehen. Die Deutschlandszenen finden im Buch in Frankfurt am Main statt. Der Hamburger Filmproduzent Gyula von Trebitsch verlegte sie nach Lübeck. Lübeck liegt nunmal näher an Hamburg als Frankfurt. Regie führte Delbert Mann, und als Heidi aus den Schweizer Alpen stand mit Jennifer Edwards eine junge Amerikanerin vor der Kamera. Die Rolle des Großvaters hatte der Brite Michael Redgrave übernommen. Die Filmmusik stammt von John Williams, "dem erfolgreichsten Filmkomponist aller Zeiten", wie Linde Fröhlich betonte.

Die Besucher in St. Petri waren natürlich gespannt darauf, welche Straßenzüge oder markanten Gebäude man erkennen würde. Gleich die erste Einstellung zeigt das Haus des reichen Kaufmanns, Heidis Onkel. Wenn nicht alles täuscht, war die Fassade ein repräsentativer Backsteinbau der Mengstraße. Aber auch der Koberg, die Große Petersgrube, die Kolkmauer und natürlich St. Petri spielten mit. Statt vom Frankfurter Dom sucht Klein-Heidi von der Aussichtsplattform der Petrikirche die Silhouette der geliebten Schweizer Berge.

Abends gab es am gleichen Ort einen Filmklassiker, den Cineasten kennen, Friedrich Wilhelm Murnaus "Nosferatu – eine Symphonie des Grauens" aus dem Jahre 1922. Die Symphonie aus dem Titel war in Stummfilmzeiten natürlich nicht darzustellen. Raphael Marionneau unterlegte den Gruselstreifen mit modernen Disco-Klängen.

Die Reihe wird am 11. Februar fortgesetzt, und zwar mit der Verfilmung der "Buddenbrooks" von Alfred Weidemann aus dem Jahre 1959. Der besondere Ort ist dann das Buddenbrookhaus. Monatlich einmal wird eingeladen. Bis es dann Ende Oktober/Anfang November heißt "60 Jahre Nordische Filmtage Lübeck".

Autor: TD

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